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Klima- und Umweltschutz in Edewecht: Fraktionen wollen in Klima-Frage an einem Strang ziehen

15.04.2021

Edewecht Zum Ende der Bauausschusssitzung am Dienstagabend wartete Christian Eiskamp mit einer Klarstellung auf. Nachdem über ein Baugebiet in Jeddeloh II mit bis zu 76 Bauplätzen und die Nachnutzung des Edewechter Stadions (unsere Redaktion berichtet in den kommenden Tagen) gesprochen worden war, sagte der CDU-Ratsherr: „Wir möchten gerade stellen, dass wir die gute Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen fortsetzen wollen.“

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Damit bezog sich Eiskamp auf einen Antrag, den CDU und Grüne vergangene Woche öffentlich gemacht hatten. In diesem schlagen die Fraktionen 15 Punkte zur Diskussion vor, mit denen das Thema Klima- und Umweltschutz bei allen zukünftigen Bauprojekten berücksichtigt werden soll. Laut Eiskamp seien CDU und Grüne davon ausgegangen, dass der bisherige Arbeitskreis Innenentwicklung, in dem über solche Themen gesprochen werden kann, bereits abgeschlossen ist: „Das sehen die anderen Fraktionen anders, deshalb möchten wir das jetzt korrigieren.“ Es handele sich um ein Gemeinschaftsprojekt, das zu groß sei für zwei Fraktionen und von allen getragen werden müsse.

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Verwundert über Antrag

„Wir waren verwundert über den Antrag von CDU und Grünen“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzende Freia Taeger am Mittwoch. Das im Antrag genannte Vorgehen sei unter den Fraktionen längst so vereinbart gewesen. CDU und Grüne hatten vorgeschlagen, dass sich die Fraktionen erst einmal ohne Verwaltung zusammenfinden. Nach Beendigung der Diskussion solle der Klimaschutzbeauftragte Sebastian Ross und erst danach die Verwaltung einbezogen werden. „Nach unserer Auffassung war es ganz klar, dass wir es so beschlossen haben.“ Das gelte auch für die 15 von CDU und Grünen genannten Punkte. Diese sind von allen Fraktionen in die Diskussion eingebracht worden.

Einzige Hürde sei derzeit die Corona-Pandemie, die Präsenzsitzungen verhindere. „Gespräche über Videokonferenzen sind nicht das Gleiche. Deshalb laufen die Absprachen derzeit etwas schleppend“, meinte Taeger.

Gemeinsam erarbeiten

Nun gehe es darum, gemeinsam zu schauen, wo es Übereinstimmungen gibt. „In einigen Punkten sind wir uns völlig einig – zum Beispiel was die Versiegelung angeht. Bei anderen haben wir Differenzen“, so die SPD-Ratsfrau. Allerdings würde es den Gesprächsprozess nicht voranbringen, wenn zwei Fraktionen allein vorpreschten.

Bereits beim Thema Innenentwicklung hätten alle Fraktionen sich in einem Arbeitskreis zusammengesetzt. „Da waren wir uns einig, dass es ganz viele Themen gibt, die wir zusammen angehen sollten“, sagt Taeger. Daher komme auch die Verärgerung über den aktuellen Antrag. Aber: „Wir sind weiter an einer guten Zusammenarbeit interessiert und haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir zusammen gute Ergebnisse erreichen können.“

Arne Jürgens Redakteur / Redaktion Westerstede
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