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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Erste Ideen für den Karpfenteich

10.04.2019

Edewecht Eigentlich ist er ja gar kein Naherholungsgebiet, der einst zusammenhängende und heute zweigeteilte Karpfenteich an der Schützenhofstraße. Und die Fische, nach denen er benannt wurde, gibt es dort auch nicht mehr. Ursprünglich angelegt wurde der Karpfenteich als Regenrückhaltebecken, also als technisches Gewässer. Heutzutage bietet er tierischem Leben wenig Anreize. Es ist ein stehendes Gewässer ohne Bewegung, ein Schilfgürtel fehlt, die Ufer des ersten Teichs sind viel zu steil und die Wasserspiegel zu niedrig.

Doch der Ort bietet vielfältige Möglichkeiten – für den Tourismus wie auch für die Natur. Vor der vergangenen Sitzung des Bauausschusses hatten Hergen Erhardt (Grüne) und Christian Eiskamp (CDU) zur Ortsbegehung geladen und ihre Vision von der Zukunft der beiden Teiche vorgestellt. Und die würde, ginge es nach den beiden Ausschuss-Mitgliedern, zunächst mit einer ordentlichen Aufräum- und Rodungsaktion beginnen.

Stehendes Gewässer

Mit der Entfernung des Ufergehölzes und des Laubs würde es beginnen, bevor ein Anfangsbewuchs am Ufer mit Schilf, Blumenbinse, kleinem Rohrkolben, Sumpf-Schwertlilie oder Wasserminze gepflanzt werden könnte. Ein großes Problem ist jedoch: „Wir brauchen Bewegung im Wasser, damit es ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird“, erklärt Diplom-Biologe Hergen Erhard. Zwar gibt es einen Abfluss in Richtung Espergöhler Bäke, doch der reicht bei Weitem nicht aus, um das Wasser ausreichend in Bewegung zu halten. Eine Lösung gibt es noch nicht. Ebenso wenig ist geklärt, wie der Wasserspiegel der Gewässer dauerhaft erhöht werden könnte.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung bestünde allerdings darin, beide Teiche wieder miteinander zu verbinden, sodass ein Austausch stattfinden kann. Dazu müsste allerdings der Pfad, der zwischen beiden Gewässern hindurchführt, vertieft werden. Eine Idee, um Fußgängern trotzdem eine trockene Passage zu ermöglichen, wären Trittsteine. Aber sowieso soll im Falle einer Aufwertung des Areals viel mit Naturmaterialien gearbeitet werden. Um eine Verschlammung der Wege zu verhindern, könnten diese etwa mit Holzschnitzeln bedeckt werden. „Das mag die Wildbiene besonders gern“, sagt Hergen Erhard.

Mehr Tierarten ansiedeln

Sowieso geht es bei der Tierwelt nicht darum, ganz besonders ausgefallenen Arten eine Heimat zu bieten. „Die haben wir hier nicht“, so Erhard weiter. Eher sind es die Libellen, Frösche, Käfer und Kröten, die sich am Karpfenteich wohlfühlen könnten – und natürlich Vögel. „Es geht darum, einfach wieder mehr Arten hier zu haben“, so der Biologe. Auch Fische könnten dazugehören. „Der Laich bleibt bei Enten an den Füßen kleben und kann so auch hierher gelangen.“

Natürlich sollen auch die Radtouristen nicht zu kurz kommen, schließlich bietet der Radweg ein enormes Potenzial für Edewecht. Hierzu, so eine erste Idee, soll der Zugang zum See vom Radweg aus trompetenförmig geöffnet werden, Sitzblöcke aus Naturstein und Bänke könnten zum Rasten einladen, ebenso ein Holzdeck mit Geländer am Ufer, während Natursteinstufen den Weg zwischen den Gewässern gangbar machen. „Allerdings müssen wir darauf achten, dass es kein Parcours für Mountainbiker und Quadfahrer wird“, gibt Erhardt zu bedenken.

Kein Park

Dabei ist ganz klar, dass es an Ort und Stelle keine Parklandschaft geben soll. Eher ein Stück Natur zum Verweilen und Innehalten. Vor allem im Sommer, in den Abendstunden, böte die entstehende Freifläche mit Bänken am Kleinbahn-Radwanderweg einen ganz besonderen Reiz. Dann passiert nämlich auf der anderen Seite, über den Weiden und Feuchtwiesen, ein ganz besonderes Naturschauspiel: „Es ist traumhaft, wenn über Osterscheps die Sonne untergeht“, schwärmt Hergen Erhard.

Ingo Schmidt Redakteur / Redaktion Westerstede
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