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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Einen Tag nach dem Geburtstag „Ja“ gesagt

02.08.2011

DRINGENBURG Eigentlich hätten sie sich ja lieber am Donnerstag, 1. August, das Jawort gegeben – damals im Jahr 1946. Denn an jenem Tag war der Geburtstag von Hans-Jochen Pech. „Aber zu jener Zeit konnte nur freitags geheiratet werden“, erinnert sich Ehefrau Elfriede (86). Und so feiern die Eheleute auch an diesem Dienstag, 2. August, in Dringenburg das seltene Fest der Eisernen Hochzeit, 65 Jahre nach besagtem Jawort, das in Eisleben (Sachsen-Anhalt) gegeben worden war – und eben einen Tag nach seinem 89. Geburtstag.

Kennengelernt hatten sich die Eheleute 1945 dort kurz vor Kriegsende in einem Hilfslazarett, in dem „Schwester Friedel“ als Rot-Kreuz-Schwester arbeitete und in das der Soldat Hans-Jochen Pech schwer verwundet eingeliefert worden war. Auch heute noch lebt Hans-Jochen Pech mit der Behinderung, die aus seinen Verwundungen resultierte. Ehefrau Elfriede hatte zuvor die Flucht über die Kurische Nehrung und das zugefrorene Haff erlebt. Das frisch getraute Paar lebte zunächst in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone, der späteren DDR, und siedelte 1958 nach Oldenburg um, wo die Eltern Hans-Jochen Pechs als Vertriebene aus Schlesien untergekommen waren.

Pech wurde schnell Lehrer in Spohle und bezog dort mit seiner Familie, zu der auch die Söhne Hans-Peter und Wolf-Rüdiger gehörten, eine Dienstwohnung im Lehrerhaus. Bis 1964 lebten Pechs dort, gehörten schnell dem gemischten Chor „Concordia“ an, den Hans-Jochen Pech auch lange leitete, nachdem er 1964 als Schulleiter nach Dringenburg ging – parallel zur Leitung des Gemischten Chores „Sangeslust“ Mollberg, die Pech mit dem Stellenwechsel gleich mit übernommen hatte. Auch Frau Elfriede trat dem neuen Chor bei und wurde erst im Februar dieses Jahres für ihre 40-jährige Tätigkeit als 2. Vorsitzende geehrt, als sie das Amt aus gesundheitlichen Gründen abgab (die NWZ  berichtete). 1964 bezog die Familie dienstlich auch jenes Haus in direkter Nachbarschaft der Schule, dass sie später kauften und in dem das Ehepaar Pech noch heute wohnt. 1967 wurde die Dringenburger Schule geschlossen, Hans-Jochen Pech wechselte zum Schulzentrum nach Wiefelstede und wurde 1974 Leiter der neuen Orientierungsstufe – ein Amt, das er bis zu seiner Pensionierung 1987 bekleidete.

Bereits im Jahr 1972 wurde der Schulleiter für die CDU in den Gemeinderat gewählt und nach dem Tod Heinrich Klarmanns im Jahr 1975 dessen Nachfolger als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Wiefelstede. Bis 1991 übte er das Amt aus, gründete später die Senioren-Union, deren Vorsitzender er auch heute noch ist. 30 Jahre gehörte er auch dem Gemeindekirchenrat an.

Besonders freuen sich die Eheleute, dass auch die Söhne mit ihren Familien am kommenden Freitag aus Süddeutschland zu einer Feier kommen.

Und so werden auch drei Enkel und vier Urenkel den Hochzeitsjubilaren aus Dringenburg zu diesem besonderen Tag gratulieren.

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