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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Ärger: Eltern besorgt über Pläne für Tagespflege

25.06.2015

Rastede Eltern und Anwohner der Kinderkrippe Bagira an der Südender Straße sind in Sorge. Wo zurzeit Schaukel, Rutsche und Sandkiste stehen, soll eine Tagespflege errichtet werden. Dorthin könnten Angehörige dann ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder tageweise bringen.

„Am schlimmsten finde ich die Heimlichtuerei. Wir werden vor vollendete Tatsachen gestellt“, ärgert sich Mutter und Anwohnerin Anja Bruns. Julia Niggemann, eine weitere Mutter, pflichtet ihr bei: „Das ist unmöglich.“ Mit Mutter Martina Battermann sowie Anwohner und Vater Georg Meier steht sie am Rand des Noch-Spielplatzes.

Mit Flatterband markiert

Petra Lange, Leiterin der Kinderkrippe, hat dort mit Flatterband den Bereich abgetrennt, der künftig wohl nicht mehr Spielplatz sein wird. Das sei zumindest den Plänen zu entnehmen, die ihr am vorigen Donnerstag von Arnd Witte aus dem Rathaus gezeigt wurden. Tags zuvor hatte Erster Gemeinderat Günther Henkel sie darüber informiert.

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Die Sozialstation Ammerland Wesermarsch GmbH – sie betreibt in Nachbarschaft der Krippe die Sozialstation Rastede – möchte dort eine Tagespflege realisieren. Die Nachfrage nach einem solchen Angebot sei groß, sagt Geschäftsführer Olaf Loose.

16 Plätze sollen entstehen, im Februar 2016 soll der Betrieb starten, hofft er. Alle Gesellschafter hätten bereits zugestimmt, eine Tagespflege in Kooperation mit dem Awo-Bezirksverband Weser-Ems aufzubauen. Nur das Votum der Gemeinde Butjadingen steht noch aus. Auch die Gemeinde Rastede ist Gesellschafter der Sozialstation.

Die grundsätzliche Absicht, in der Tagespflege tätig zu werden, hatte der Gemeinderat im Juli 2012 öffentlich beschlossen, sagt Rastedes Pressesprecher Ralf Kobbe auf Anfrage. Nachdem Loose im Sozialausschuss im vorigen November in öffentlicher Sitzung die Tagespflege erneut ins Gespräch brachte, habe sich die Verwaltung nach Standorten umgesehen. Ergebnis: Für die Verwaltung sei der Standort neben der Kinderkrippe unstrittig, sagt Kobbe.

Im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung am 24. März sei das Thema dann „kontrovers diskutiert“ worden, am Ende wurde es vertagt, weil es in den Fraktionen noch Beratungsbedarf gab, sagt Kobbe. Nun soll voraussichtlich am 14. Juli im Rat erneut beraten werden – nichtöffentlich, „weil es um ein Grundstücksgeschäft geht“, so Kobbe.

Das Gelände mit Krippe und Spielplatz gehört zurzeit der Gemeinde. Die Fläche, auf der die Tagespflege entstehen soll, möchte die Gemeinde an einen Investor verkaufen. Sowohl Loose als auch Krippenleiterin Lange bestätigten, dass es sich dabei um die Firma Fribo aus Rastede handelt.

Sonnensegel nie erhalten

Aus Sicht der Verwaltung ist der Bau noch nicht in trockenen Tüchern. Die Politik muss dem Grundstücksverkauf erst zustimmen. Krippenleiterin Lange sucht deshalb das Gespräch mit den Fraktionen. SPD und Grüne habe sie bereits zu Vor-Ort-Terminen eingeladen, sagt sie.

Wie auch die besorgten Eltern und Anwohner glaubt sie allerdings, dass der Bau genauso kommen wird. Ein Indiz dafür ist für sie die vor einem Jahr gemachte Zusage der Verwaltung, dass die Krippe ein Sonnensegel erhält, um eine Beschattung auf dem Spielplatz sicherzustellen. Bis heute wurde ein solches Segel aber nicht aufgestellt.

Auf Nachfrage sagte Pressesprecher Kobbe, dass das Sonnensegel schon bestellt war und zum Frühjahr aufgestellt werden sollte. Mit Blick auf den möglichen Grundstücksverkauf habe man dann einen Rückzieher gemacht. Petra Lange: „Jetzt wissen wir, warum wir kein Sonnensegel bekommen.“

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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