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46 Millionen Euro für „Seute Deern“
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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Emotionale Debatte über Voßbarg

25.03.2015

Wahnbek Mit knapper Mehrheit hat die CDU-Fraktion ihre Resolution zum Erhalt der Förderschule am Voßbarg am Dienstagabend durch den Gemeinderat gebracht. SPD und Grüne stimmten bei der Sitzung im Pferdestall auf Gut Wahnbek geschlossen gegen die Resolution, die Mehrheitsgruppe aus CDU, Freier Fraktion und FDP dafür.

Wie berichtet, hatte die CDU-Fraktion Anfang März beantragt, dass sich der Rat für den Erhalt der Schule aussprechen und die rot-grüne Landesregierung auffordern soll, von der schrittweise geplanten Schließung der Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen abzusehen.

Emotionale Diskussion

Fraktionsvorsitzende Susanne Lamers verwies in der zum Teil emotional geführten Diskussion darauf, dass die Schule am Voßbarg hervorragende Arbeit leiste, aber schrittweise aufgelöst werde. Sie sprach sich dafür aus, dass alle schulpflichtigen Kinder individuell und begabungsgerecht gefördert werden.

Es müsse sichergestellt werden, dass Schüler auch im Zuge der Inklusion an einer Regelschule genauso gut beschult werden wie in der Förderschule. „Und da ist die Messlatte an unserer Förderschule verdammt hoch“, sagte Susanne Lamers und kritisierte, dass die Bedingungen für eine erfolgreiche inklusive Beschulung nicht erfüllt seien.

SPD-Fraktionsvorsitzender Rüdiger Kramer erwiderte, dass an einer Verbesserung der Bedingungen gearbeitet werde. So wolle die Landesregierung 1600 neue Lehrer im Schwerpunktbereich Sonderpädagogik einstellen.

Eckhard Roese (Grüne) berichtete, dass die Änderung des Schulgesetzes im Jahr 2012, die den Weg für die Abschaffung der Förderschulen für die Klassen 1 bis 4 geebnet hatte, von der schwarz-gelben Landesregierung beschlossen wurde. Er verwies auf den von seiner Fraktion bei Bürgermeister Dieter von Essen eingereichten Antrag, im Schulausschuss eine Bestandsaufnahme zur bisherigen Umsetzung der Inklusion in Rastede zu erhalten.

Resolution ein Fingerzeig

Letztlich kann die Resolution nur ein Fingerzeig sein. Die Gemeinde entscheidet nicht über den Erhalt der Schule. Als Schulträger ist sie für Ausstattung und Unterhaltung des Gebäudes zuständig.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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