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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Flüchtlinge beherrschendes Thema

18.01.2016

Querenstede Vereine, Institutionen und Verbände aus der Gemeinde hatte die CDU zu ihrem Neujahrsempfang eingeladen – und rund 120 Vertreter von Musik- über Orts- bis zu Schützenvereinen waren Sonntag in die „Querensteder Mühle“ gekommen. Ihnen dankte Gemeindeverbandsvorsitzender Stefan Pfeiffer für ihr Engagement. Ganz besonders hob er die Organisationen hervor, die „jeden Tag Menschen helfen und retten“: Freiwillige Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz und Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft.

Dass das Ehrenamt angesichts des Flüchtlingszustroms auch 2016 gefordert werde, betonte Landrat Jörg Bensberg (parteilos): „2015 war nur das Warm-up“, meinte er zu 1200 Flüchtlingen, die den Ammerland-Gemeinden im Vorjahr zugewiesen worden seien, und 1300, die allein im ersten Quartal 2016 folgten. Die Gemeinden hätten einen „exzellenten Job“ gemacht, stießen aber an ihre Grenzen. Die politisch Verantwortlichen müssten „Geschwindigkeit und Anzahl des Zustroms reduzieren“, sagte er. Was die Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr geleistet hätten, sei „über alle Maße beeindruckend gewesen“.

Festredner Ulf Thiele betonte, dass man auf das Erreichte stolz sein könne. „Das heißt aber nicht, dass die Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft unbegrenzt ist.“ Der Generalsekretär der Niedersachsen-CDU hob hervor, dass der Flüchtlingsstrom bisher nur bewältigt worden sei, weil es dermaßen viele ehrenamtliche Helfer gebe. „Sonst wäre der Staat gescheitert.“

Die Anzahl der Flüchtlinge müsse deutlich reduziert werden, forderte Thiele. Beschlossenes müsse umgesetzt werden, vor allem die Rückführung abgelehnter Asylbewerber. Unabdingbar sei eine europäische Lösung. Ein Verlagern des Problems in den Balkanraum könne zu dessen völliger Destabilisierung führen. Es müsse gelingen, die Außengrenzen der Europäischen Union zu stärken.

Damit Integration gelingen könne, müsse allen Ankommenden „von Anfang an deutlich gemacht werden, wie unser Land funktioniert“. Dabei sei die Gesellschaft als Vorbild gefragt: „Wenn wir Menschen unsere Werte vermitteln wollen, müssen wir selber stolz auf diese Werte sein und sie leben.“ Für alle, die Regeln verletzen, müsse die Strafe auf den Fuß folgen.