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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Neujahrsempfang: Flüchtlinge bestimmendes Thema in 2016

05.01.2016

Rastede Beim Neujahrsempfang der CDU Rastede stand das Flüchtlingsthema an erster Stelle. „2015 war das Jahr der Flüchtlinge, das sich auch ins Jahr 2016 ziehen wird“, sagte Gemeindeverbandsvorsitzender Torsten Wilters am Sonntag im „Hof von Oldenburg“.

Die rund 140 ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer in der Gemeinde Rastede seien die wesentliche Stütze bei der Bewältigung dieser Herausforderung, meinte Wilters. „Das Engagement dieser Menschen ist unbezahlbar.“ Er dankte auch den anwesenden Ehrenamtlichen, die bei der Feuerwehr, in den Vereinen und anderen Einrichtungen, „sich täglich aufs Neue dieser Herausforderung stellen.“

Bürgermeister Dieter von Essen begrüßte die Gäste mit den Worten: „Kein Thema ist in diesen Zeiten aktueller und kein Ideal ist heute und in Zukunft höher zu schätzen als der Frieden.“ Die vielen Krisengebiete würden deutlich machen, dass „auf dieser Welt Freiheit, Frieden, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nicht mehr selbstverständlich seien“.

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Um die Aufnahmequote für die Gemeinde Rastede zu erfüllen, seien eine Gewerbeimmobilie umgebaut, Wohncontainer auf dem Sportplatz Kleibrok aufgestellt und der ehemalige Kindergarten Neusüdende für Flüchtlinge hergerichtet worden. Dazu kämen viele angemietete Wohnungen. Es sei aber auch wichtig, neue Wohnungen zu schaffen, um der allgemeinen Nachfrage nachzukommen. „Nur durch das riesige Engagement aller Beteiligten in Ehrenamt und Hauptamt konnten wir diese Herausforderung bisher überhaupt bewältigen“, sagte der Bürgermeister.

Auch von Essen dankte all denen, die schon lange durch ehrenamtliche Arbeit in den Bereichen, Feuerwehr, Sport, Kunst, Kultur und Brauchtum die vielfältigen Angebote in der Gemeinde Rastede ermöglichen. „Das, was so vielen selbstverständlich erscheint, ist in Wirklichkeit mit Arbeit und enormen Einsatz verbunden“, meinte er.

Kai Gausmann, Berater im Change-Management, hatte als Gastredner Rezepte parat, wie man junge Leute wieder für die Vereinsarbeit gewinnen könne. Der Sportwissenschaftler empfahl, ständig im Gespräch mit den Vereinsmitgliedern zu bleiben und klare Strukturen und Aufgabenfelder innerhalb des Vereins zu schaffen. „Die Rahmenbedingungen müssen passen“, sagte Gausmann.

Auch müsse man sich neuen Trends stellen. Die immer älter werdende Gesellschaft, das ökologische Bewusstsein in der Bevölkerung und die Digitalisierung und Individualisierung der Gesellschaft müsse man bedenken, meinte Gausmann. „Sie müssen den jungen Leuten eine Orientierung geben“, empfahl er den Anwesenden.

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