• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Politik

Flüchtlingen geschützten Raum bieten

02.05.2015

Rastede Ein Willkommens­café für Flüchtlinge ist am Donnerstagnachmittag beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Rastede offiziell eröffnet worden. An der Feierstunde in der DRK-Bereitschaft „Rote Buche“ nahmen neben Bürgermeister Dieter von Essen auch Vertreter von Rat, Verwaltung und Kirche teil.

Bereits eine Woche zuvor hatte das Café zum ersten Mal geöffnet. Um den Flüchtlingen einen geschützten Raum zu bieten, war dieses Treffen nicht öffentlich gewesen. „Es waren fünf Personen da“, berichtete Sabine Aden vom DRK. Mit ihrem Mann Jann Aden und 20 ehrenamtlichen Helfern betreut sie das Café.

Künftig ist jeden Donnerstag von 16.30 bis 18 Uhr geöffnet (Raiffeisenstraße 204). Willkommen sind sowohl Flüchtlinge, die erst seit Kurzem in Rastede leben, als auch jene, die hier schon länger ein Zuhause gefunden haben.

Idee schnell umgesetzt

„Ich freue mich, dass wir die Idee so schnell umsetzen konnten“, sagte Jann Aden. Erst im Februar war bei einem Treffen im Rathaus der Vorschlag gemacht worden, ein Willkommenscafé anzubieten (die NWZ  berichtete). DRK-Kreisvorsitzender Gerd Tapken sagte: „Nicht jeder Ausländer ist ein Asylant.“ Den Begriff Wirtschaftsflüchtling könne er nicht mehr hören, betonte er. Seine Lebenssituation verbessern zu wollen, sei völlig legitim.

Meike Müller, Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Oldenburg, konnte dem nur zustimmen. Mit Blick auf die Situation im Mittelmeerraum sagte sie: „Wir können nicht Menschen ertrinken lassen, nur weil niemand sich verantwortlich fühlt.“ Hier müsse die Europäische Union handeln.

Integrationslotsen

Der stellvertretende Landrat Rüdiger Kramer wies darauf hin, dass Landkreis und Kreisvolkshochschule in Rastede Integrationslotsen ausbilden würden. In dem Kursus, der am 11. Mai beginnt, seien noch Plätze frei.

Andrea von Schele, 2. Vorsitzende des Deutsch-Ausländischen Freundschaftsvereins, koordiniert die Angebote für Flüchtlinge in Rastede mit. Neben dem Café soll es auch eine Sport- und eine Radgruppe geben. „Ich war überwältigt von der positiven Resonanz“, entgegnete sie einigen kritischen Stimmen, die sich nicht ausreichend informiert fühlten. Das Angebot müsse „Schritt für Schritt“ wachsen, sagte sie. Inzwischen gebe es Faltblätter in mehreren Sprachen. Und auch der Mailverteiler werde gepflegt, damit sich die ehrenamtlichen Helfer austauschen und absprechen können.

Frank Jacob
Rastede/Wiefelstede
Redaktion Rastede
Tel:
04402 9988 2620

Weitere Nachrichten:

DRK | Europäische Union | Kreisvolkshochschule

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.