• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Politik

Friesensport dient der Integration

21.04.2015

Ohrwege Seit 2011 wütet der Bürgerkrieg in Syrien. Und Millionen Menschen sind auf der Flucht. Viele haben ihr Heimatland, manchmal wieder unter erneuter Lebensgefahr, verlassen müssen, um wieder in friedlichen Verhältnissen leben zu können.

Auch in Ohrwege wurden Familien aus Syrien aufgenommen. Um den Neubürgern mit Migrationshintergrund den Neubeginn in einer fremden Umgebung etwas angenehmer zu gestalten, hatten alle ansässigen Vereine der Bauerschaft diese für vergangenen Sonntagnachmittag zu Tee, Kaffee und Kuchen in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Und 14 überwiegend junge Menschen waren gerne gekommen.

In einer kurzen Begrüßung sprach sich Jonny Hinrichs, Vorsitzender der Senioren Union, dafür aus, den Menschen die deutsche Sprache in Unterrichtseinheiten näher zu bringen. Die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) werde diese wichtige Aufgabe, soweit Lehrkräfte vorhanden sind, gerne übernehmen. Auch hätten örtliche Vereine oder Verbände dahingehend ihre Unterstützung angeboten. Ohrwege sei bemüht, eine solche Art von Integration zu betreiben, in der sich viele Bewohner darum bemühten, den neuen Mitbürgern ein „freundliches Zuhause“ zu geben. Ein Schritt dahin ist bereits getan, denn die Migranten begrüßten ihre Gastgeber mit einem freundlichen „Moin“.

Ortsbürgervereinsvorsitzender Horst Hibbeler stellte heraus, dass sich Vereinsvertreter mehrfach treffen wollten, um die Gemeinschaft mit den Migranten weiter zu fördern. Ein weiterer Schritt dahin war das anschließende gemeinsame Boßeln.

Alle ausländischen Gäste fanden diese freundliche Aktion von Ortsverein, Sozialverband Deutschland (SoVD), Freiwilliger Feuerwehr, Sportverein, Senioren Union, Schützenverein, Landvolkverein und Boßelverein „ganz toll“ und bedankten sie sehr herzlich.

Probleme sahen fünf der Asylbewerber darin, dass sie, obwohl sie sich hier eingelebt, Sprachunterricht genommen, Fortbildungskurse der Kreisvolkshochschule besucht und Freunde gefunden hätten, möglicherweise bald nach Italien abgeschoben würden, da sie dort in die EU eingereist wären. Das Europäische Asylrecht sieht vor, dass Asyl im Aufnahmeland beantragt werden muss. Sie hoffen dennoch auf ein Bleiberecht in Deutschland – und anwesende Vereinsmitglieder sagten ihre Unterstützung zu.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.