• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Politik

Damit ein Arzt aufs Land kommt

08.12.2018

Hahn-Lehmden /Ammerland Gibt es Möglichkeiten, um die Niederlassung von Hausärzten im ländlichen Raum zu fördern? Das soll die Kreisverwaltung jetzt prüfen, fordert die CDU-Kreistagsfraktion. In einem Antrag an Landrat Jörg Bensberg schreibt Kreistagsabgeordnete Susanne Lamers, dass ermittelt werden soll, welche Fördermöglichkeiten seitens des Landkreises Ammerland initiiert werden können, um Praxisgründungen im ländlichen Raum des Kreisgebietes attraktiver zu machen. Außerdem soll geprüft werden, ob Medizinstudenten, die sich verpflichten wollen, im Anschluss an ihr Studium einen Arztsitz im Ammerland zu übernehmen, bereits frühzeitig im Rahmen eines Stipendienprogramms seitens des Landkreises unterstützt werden können.

Zum Hintergrund: In Hahn-Lehmden schließt zum Jahresende Dr. Wolf-Dietmar Röcher die einzige Hausarztpraxis im Rasteder Norden. Eine Nachfolge ist nicht in Sicht. In Hahn-Lehmden gab es deshalb auch eine Unterschriftenaktion. Initiatorin Renate Bolte berichtete am Freitag, dass 1600 Unterschriften gesammelt wurden. Die Listen will sie am 11. Dezember in der Ratssitzung in Delfshausen an Bürgermeister Dieter von Essen übergeben.

„Die hausärztliche Grundversorgung ist leider zum Teil auch im Landkreis Ammerland gefährdet“, schreibt Susanne Lamers in ihrem Antrag. Bis 2020 würden im Bundesgebiet rund 50 000 Ärzte in den Ruhestand gehen; jeder zweite Allgemeinmediziner sei schon jetzt über 55 Jahre alt. Es fehlten derzeit bundesweit 3600 Ärzte, die meisten davon in Niedersachsen, so die CDU-Abgeordnete.

2012 sei das GKV-Versorgungsstrukturgesetz in Kraft getreten. Ziel sei, eine wohnortnahe Versorgung und eine flexible Vergütung für die Ärzte zu sichern. „Eine flächendeckende Versorgung ist aber noch nicht gewährleistet, da junge Ärzte lieber in urbanen Ballungsräumen praktizieren“, schreibt Susanne Lamers.

Mehrere umliegende Landkreise würden schon heute finanzielle und ideelle Förderprogramme anbieten (Landkreis Cloppenburg, Leer, Emsland etc.), um junge Ärzte im ländlichen Raum zu halten. Mit der Ammerland-Klinik, dem Bundeswehr-Krankenhaus, der Karl-Jaspers-Klinik und den ansässigen niedergelassenen Ärzten ließe sich beispielsweise eine ideelle Förderung anbieten. Eine finanzielle Förderung ließe sich über allgemeine Steuermittel und gegebenenfalls Förderer finanzieren, formuliert die Kreistagsabgeordnete in ihrem Antrag.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
Rufen Sie mich an:
04402 9988 2620
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.