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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Hohe Erwartungen an Große Koalition

28.01.2014

Ammerland Zäh und mühsam waren die Verhandlungen, bevor der Koalitionsvertrag sowohl von der Union als auch der SPD unterschrieben wurde. Eine Übereinkunft, die auf beiden Seiten sowohl Freunde als auch Gegner findet. Doch wie begegnet eigentlich der politische Nachwuchs der 185 Seiten starken Absichtserklärung ihrer Parteien?

Um es kurz zu machen: Mit einer großen Portion Hoffnung. „Für Deutschland ist es die effizienteste Lösung, durch die der größte Teil der Bevölkerung vertreten und viele Vorhaben realisiert werden können“, kleidet Hendrik Lehners, Vorsitzender der Jungen Union im Ammerland, diese in Worte.

Für Koaltion gestimmt

Ähnlich sieht es auch Merle Heßler. Die 19-Jährige, die sich in diesem März zur Vorsitzenden der Jungsozialisten im Ammerland wählen lassen möchte. „Die Alternative wäre schließlich gewesen, vier Jahre in der Opposition zu sitzen.“ Nur als Regierungspartei könne man auch etwas erreichen, so dass Heßler sich beim Mitgliederentscheid der SPD auch klar für die Große Koalition positionierte.

Mehr Chancen als Risiken also – man zeigt sich auf beiden Seiten auch zufrieden mit den sich im Koalitionsvertrag wiederfindenden Positionen.

„Wir konnten in einigen Punkten unsere Sichtweisen durchsetzen beispielsweise in Rentenfragen als auch beim Thema Mindestlohn“, sagt Heßler. Und auch Hendrik Lehners sieht die Überzeugungen seiner Partei im Vertragswerk wiedergefunden. „Wir haben unsere Leitziele erreicht: Keine Steuererhöhungen und keine neue Schulden.“ Dass sich im Koalitionsvertrag auch Standpunkte wiederfinden, mit denen der 26-Jährige nicht unbedingt konform geht, gehöre nun ’mal zur Natur der Sache einer Kompromissfindung.

Doch für welche Standpunkte stehen die beiden Ammerländer Nachwuchspolitiker? Und bei welchen Themen liegen sie über Kreuz? Dies ist in ziemlich wenigen Punkten der Fall. Viele Positionen teilen Lehners und Heßler, Dissens besteht meist nur in den Details.

Beispiel Mindestlohn: „Ein wichtiger Schritt“, betont Heßler. Und auch Lehners kann die Einführung durchaus unterstützen. „Zumindest da, wo 8,50 Euro für das Bestreiten des Lebensunterhaltes notwendig sind.“ Probleme sieht er hingegen bei der Ausweitung des Mindestlohne auf Auszubildende oder auch Praktikanten. „Hier könnte durch den Mindestlohn ein Wegbrechen von ,Hilfsarbeiten’ erfolgen, der Einstieg in einen regulären Beruf somit erschwert werden. Mit dieser Frage hat sich auch Merle Heßler beschäftigt. Dennoch: „Wie sich das entwickelt, muss sich erst zeigen.“

Auch beim Thema Bildung – einem der wesentlichen Themengebiete für die beiden jungen Politiker – herrscht Übereinstimmung. Denn hier hält der Koalitionsvertrag merklich wenig parat. Insbesondere die Nichtberücksichtigung einer Bafög-Reform fällt auf beiden Seiten negativ auf. „Beim Bafög hat man es verpasst zu verhandeln“, moniert Heßler. „Veränderungen braucht es nicht nur bei der Höhe, sondern auch bei den Zugangsvoraussetzungen.“ Auch die Tatsache, dass das Kooperationsverbot in Bildungsfragen zwischen Bund und Ländern nicht aufgehoben werde, stößt bei Heßler auf Kritik.

Zufriedenheit herrscht dafür beim Thema Breitbandausbau, der laut Koalitionsvertrag weiter gefördert werden soll. „Gerade hier auf dem Land ist das Thema für Privatpersonen und Unternehmen von großer Bedeutung“, erklärt Lehners und erntet dafür Zustimmung bei seinem Gegenüber Merle Heßler.

Rente ist Thema

Auch wenn die beiden Ammerländer mit 19 und 26 Jahren noch lange nicht in den Ruhestand gehen, ist auch das Thema Rente bei beiden von großer Bedeutung. „Ich hoffe, dass es jetzt in der Großen Koaltion zu einer wirklich großen, umfassenden Reform, und nicht nur zu Anpassungen kommt“, sagt Lehners. Dass die milliardenschweren Rentenpläne der Großen Koalition letztlich auf Kosten der Jugend gehen, sehen die beiden so nicht. „Man sollte hier keinen Konflikt zwischen Alt und Jung aufmachen“, ist man sich einig. Vielmehr solle die Jugend ihre Chance nutzen, sich in Parteien, in denen die Anzahl junger Mitglieder in den vergangenen Jahren merklich zurückging, zu engagieren. „Wir sind in der Pflicht uns einzubringen, und nicht nur Unmut zu äußern“, sagt Lehners zum Abschluss..

Martin Thaler Volontär / NWZ-Redaktion
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