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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Mit Stammzellen Leben retten

15.06.2015

Jeddeloh Ii „Insgesamt 83 Typisierungen in drei Stunden konnten wir durchführen. Ein tolles Ergebnis“, berichtete Bianca Hohnholz am Sonntagabend begeistert. „Außerdem gab es schon im Vorfeld viel Zustimmung auf Facebook. Bis zum Abschluss der Aktion am Freitag hatten wir 4800 Befürworter“, fügte Elena Gessner hinzu. Die 18-Jährige hatte zusammen mit Tante Bianca Hohnholz und Mutter Andrea am Freitag eine Typisierungsaktion zur Identifizierung möglicher Stammzellenspender in Jeddeloh II organisiert.

„In knapp zwei Wochen haben wir das alles geplant. Bekannt wurde unser Hilfsangebot dabei fast nur über Facebook“, erklärte Bianca Hohnholz. Seit 18 Jahren engagiert sich die Portslogerin ehrenamtlich im Rhauderfehner Verein Leukin für an Leukämie Erkrankte. Mit einem Wangenabstrich werden bei Typisierungen von Spendenwilligen Speichelproben entnommen, um Stammzellenspender zu ermitteln.

Informationen zur Stammzellenspende

Seit November 1996 besteht der Verein Leukin e.V., gegründet wurde er in Ostrhauderfehn.

In 128 Typisierungen konnten bereits 52 000 potenzielle Stammzellenspender in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registriert werden.

Mit einem Wangenabstrich wird bei einer Typisierung eine Speichelprobe entnommen. In einem Labor werden diese Proben auf passende Gewebemerkmale für eine mögliche Spende untersucht.

In 80 Prozent aller Fälle erfolgt die Stammzellenspende durch eine Blutentnahme. Lediglich 20 Prozent der Spenden finden im Rahmen einer Knochenmarkentnahme statt.

Knochenmark spenden kann jeder zwischen 17 und 55 Jahren, der an keiner chronischen Krankheit leidet, nicht stark übergewichtig ist und mehr als 50 Kilogramm wiegt.

„Seit unserer Gründung haben wir schon 128 Typisierungen organisiert. Rund 554 Menschen konnte durch eine Knochenmarkspende so ein Weiterleben ermöglicht werden“, erzählte sie stolz. Mit der Typisierung in Jeddeloh II wollen die acht Helfer zusammen mit weiteren Ehrenamtlichen einem 18-jährigen Edewechter helfen, der an Leukämie erkrankt ist. „Als Elena von dem jungen Mann erzählt hat, war klar, da müssen wir helfen“, so die Portslogerin. „Auch die Feuerwehr in Jeddeloh II hat uns sofort ihre Räumlichkeiten angeboten“, freute sich Mutter Andrea Gessner über die spontane Hilfsbereitschaft im Ort.

Auf große Zustimmung stieß die Hilfsaktion am Freitag besonders bei Freunden und Bekannten des 18-Jährigen. „Natürlich müssen wir helfen“, war sich etwa Lisa Groen sicher „Wenn ich erkrankt wäre, würde ich es auch toll finden, wenn mir jemand mit einer Stammzellenspende hilft.“ „Aber auch wenn man keinen persönlichen Bezug zum Erkrankten hat, ist es wichtig zu helfen“, war Lilja Tholema überzeugt.

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