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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Flüchtlinge: Nach Anerkennung nichts ohne Antrag

27.05.2017

Wiefelstede Zum Thema „Als Asylbewerber anerkannt – was tun?“ hatten der Kirchenkreis, das Diakonische Werk und das Evangelische Bildungswerk Ammerland ins Rudolf-Bultmann-Haus nach Wiefelstede eingeladen. Rund dreißig Ehrenamtliche aus der Arbeit mit Geflüchteten informierten sich. „Ohne Antrag läuft nichts“ war die einfache und eindeutige Antwort von Kosima Leonhard und Sven Wilkens. Kosima Leonhard leitet die Fachstelle Arbeit und Migration und Sven Wilkens die Rechtsabteilung im Jobcenter des Landkreises Ammerland.

Während bis zur Entscheidung über den Asylantrag fast alle Unterstützungsleistungen für Geflüchtete fest geregelt und überwiegend von Amts wegen ausgezahlt werden, werden die Geflüchteten ab positiver Entscheidung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in die Eigenverantwortlichkeit entlassen. „Das bedeutet, dass alle Leistungen beantragt werden müssen. Automatisch – wie davor – kommt nichts mehr.“ erläuterte Sven Wilkens in der von Peter Tobiassen vom Evangelischen Bildungswerk Ammerland moderierten Veranstaltung. Das sei genau der Punkt, an dem Geflüchtete, die das System kaum kennen würden und Schwierigkeiten mit den Formularen hätten, auf Hilfe der Ehrenamtlichen angewiesen seien. „Aber auch alle Behördenmitarbeiter helfen. Wir können in unserer Stelle sogar in Arabisch, Kurdisch und Farsi Unterstützung geben. Einzelne unserer Mitarbeiter beherrschen diese Sprachen,“ ergänzte Kosima Leonhard.

Ziel aller Maßnahmen sei, die Hilfeempfänger in Ausbildung und Arbeit zu bringen, so dass auf kurz oder lang das Familieneinkommen selbst erarbeitet werden kann. „Wir erwarten, dass die Geflüchteten pünktlich zu den Gesprächen kommen, dass sie ihre vorhandenen Unterlagen mitbringen und über alles, was nötig ist, auch Auskunft geben,“ mahnte Kosima Leonhard: Nur so könne eine schnelle Integration in Ausbildung und Arbeit gelingen. Zudem wies Sven Wilkens darauf hin, dass der Gesetzgeber auch Kürzungen der Leistungen vorgesehen habe, wenn die nötige Mitwirkung, zum Beispiel das Einhalten von Gesprächsterminen, fehle: „Wenn deswegen 40 € von 400 Euro € Hilfe zu Lebensunterhalt gestrichen werden, trifft das empfindlich.“

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Die nächste Fortbildungsveranstaltung für Ehrenamtliche in der Arbeit mit Geflüchteten findet am Donnerstag, 15. Juni, im Gemeindehaus in Friedrichsfehn statt. Dann geht es um die Frage „Wie kann ich helfen, wenn die/der Andere anders sein will als ich als Ehrenamtliche/r es mir wünsche?“. Referent ist an diesem Abend Heinz Janning aus Bremen. Beginn der Fortbildungsveranstaltung ist um 19 Uhr.

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