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NWZonline.de Region Ammerland Politik

BUNDESTAGSWAHL: Persönliche Tour durch die Stadt

15.09.2009

AMMERLAND /OLDENBURG Montag, 9.30 Uhr: Iris Gramberg, die Bundestagskandidat der Linken, macht sich zusammen mit der NWZ auf den Weg zur städtischen Kindertagesstätte Klingenbergstraße. Den Ort hat sich die 48-jährige Diplom-Psychologin für ihre persönliche Tour durch die Stadt aus gutem Grund ausgewählt. Zum einen wäre die Mutter von vier Kindern gerne selbst Erzieherin geworden, zum anderen ist sie in der Tagesstätte (148 Kinder) als Fachberaterin tätig.

Seit anderthalb Jahren berät Iris Gramberg die Erzieherinnen bei der Integrationsarbeit. Zu den Mitarbeiterinnen hat sie ein freundschaftliches Verhältnis, wie die herzliche Begrüßung zeigt. Die Kinder ihrer Integrationsgruppe (Bärengruppe) kann die Kandidatin an diesem Vormittag aber nicht begrüßen. „Die machen heute einen Waldtag“, erklärt Leiterin Anda Gramberdt.

So bleibt es bei einem Gespräch über die Förderung von benachteiligten Kindern. „Wichtig ist, den Selbstwert der Kinder zu fördern, dann geht auch das Lernen viel leichter“, sagt Iris Gramberg.

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Es geht weiter zum Mütterzentrum an der Ammerländer Heerstraße. Vor 21 Jahren gehörte Iris Gramberg zu den Gründungsfrauen dieser Begegnungsstätte für Frauen jeden Alters. Auch heute noch engagiert sie sich hier ehrenamtlich. Einmal im Monat bietet sie eine kostenlose psychologische Beratung an.

Die drei Räume des Mütterzentrums, wo es regelmäßig Frühstücks- und Gesprächsangebote gibt, reichen längst nicht mehr aus Eine Lösung für das Platzproblem ist aber nicht in Sicht. „Es werden Sponsoren gesucht, um einen Umzug zu finanzieren.“

Um Geld geht es auch bei der nächsten Station. An der Donnerschweer Straße macht Iris Gramberg Halt bei der Arbeitslosenselbsthilfe (Also). „Ich unterstütze die Also. Als ich arbeitslos war, hat man mir dort auch geholfen“, erzählt die Politikerin der Linken. Pro Woche suchen 40 bis 50 Menschen den Rat der Arbeitslosenselbsthilfe. „Das Problem sind fehlerhafte Bescheide der Behörde“, erklärt Evelyn Schuckardt, die ehrenamtlich berät. Die parteilose Sozialwissenschaftlerin sitzt für die Linken im Rat. Ihre bundespolitische Forderung teilt sie mit Iris Gramberg: „Hartz IV muss weg.“

Zur Entspannung schlägt Iris Gramberg als Nächstes einen Spaziergang durchs Eversten Holz vor. „Hier und im Schlossgarten habe ich unzählige Stunden mit meinen Kindern verbracht. Es müsste mehr solcher Parks geben, in denen Kinder frei spielen können. Ich fände es auch gut, wenn Familien in öffentlichen Grünanlagen Picknick machen dürften.“

Plötzliches Kindergeschrei überrascht die 48-Jährige. Die Mädchen und Jungen der Bärengruppe aus der Tagesstätte Klingenbergstraße, die Stunden zuvor besucht werden sollten, laufen vorbei. Einige Kinder zeigen „Iris“ die im Wald gefundenen Steine.

Zum Abschluss geht die Fahrt zurück in den Stadtsüden zur Henning-von-Tresckow-Kaserne. Der Soldat am Tor mag sich aber nicht mit der Kriegsgegnerin über den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan unterhalten.

Bis zum 27. September stehen Iris Gramberg noch etliche solcher Termine bevor. Ob sie sich eine Chance bei der Wahl ausrechnet? „Ich bin optimistisch. Ein Ziel hoffe ich aber sicher zu erreichen: Die Politik der Linken bekannter zu machen.“

Zur Person

Iris Gramberg kandidiert im Wahlkreis Oldenburg- Ammerland für den Bundestag. Sie ist Mitglied in der Partei Die Linke.

Geboren ist die 48-Jährige in Oldenburg. Sie ist Mutter von vier erwachsenen Kindern. Und sie hat drei Enkelkinder. Verheiratet ist Iris Gramberg in dritter Ehe mit Harald Büsing, der an der Uni die Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften leitet.

Ausbildung: Nach der Realschule erlernte sie den Beruf der Rechtsanwaltsgehilfin. Beschäftigt war sie u.a. bei der DGB-Rechtsstelle. Mitte der 80er Jahre entschied sie sich, über den zweiten Bildungsweg Psychologie zu studieren. Heute arbeitet sie als Diplom-Psychologin in ihrer eigenen Praxis.

Politik-Karriere: 2005 trat sie in die niedersächsische WASG (Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit) ein. Bis zur Neubildung der Partei Die Linke vor zwei Jahren war sie Sprecherin im WASG-Landesvorstand. Heute ist sie Sprecherin der Linken sozialistischen Arbeitsgemeinschaft der Frauen.

Hobby: Fit hält sich Iris Gramberg durch Nordic Walking.

Ein Spezial gibt es unter www.NWZonline.de/

bundestagswahl

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
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