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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Erst über Bäder, dann über den Park reden

05.12.2018

Rastede CDU und Grüne fordern, dass die Planungen zur Umgestaltung des ehemaligen Sportplatzgeländes an der Mühlenstraße in Rastede zurückgestellt werden. Zunächst sollte nach ihrer Auffassung eine Entscheidung zur Sanierung der Rasteder Bäder oder zum Bau eines Kombibades getroffen werden. Das schreiben Susanne Lamers (CDU) und Gerd Langhorst (Grüne) als Sprecher der Mehrheitsgruppe in einem Antrag an Bürgermeister Dieter von Essen.

Vor drei Wochen waren im Bauausschuss vier Planungsvarianten zur Neugestaltung des Areals vorgestellt worden. Eine Beschlussfassung über das weitere Vorgehen war in der Sitzung jedoch vertagt worden, weil der Politik die Unterlagen erst kurzfristig zur Verfügung gestellt worden waren.

Die vier Varianten sehen vor, dass das Gelände zwischen Ellernteich und Freibad neu gestaltet wird. Die Vorschläge gingen von einem erweiterten Ellernteich über einen Gesundheits- und Bewegungsparcours oder ein Sport- und Spielangebot bis hin zu Themengärten, dem von der Verwaltung favorisierten Vorschlag.

Jetzt sollen diese Planungen zurückgestellt werden, fordern CDU und Grüne. Sie regen an, das Gelände für die Bürger im Zuge einer Minimallösung zu öffnen, dem Schlosspark zuzuschlagen und herzurichten. In diesem Zusammenhang seien auch die Bedürfnisse der ansässigen Vereine einzubeziehen.

Die im Haushalt vorgesehenen Gelder (für 2019 sind es 420 000 Euro) sollten nach Auffassung der Mehrheitsgruppe entsprechend dieser Minimallösung reduziert werden. Die Differenz sollte zur Minderung der Kreditaufnahme genutzt werden.

Die Verwaltung soll außerdem beauftragt werden, vor größeren Maßnahmen auf dem Gelände zunächst die Bäderfrage (Sanierung der Bäder oder Bau eines Kombibades) zu klären und einen Beschluss zur Zukunft der Bäder herbeizuführen. Ein Gesamtkonzept für das Gelände sollte unter Einbeziehung der Öffentlichkeit und gekoppelt an die Schlosspark-Konzeption von Dr. Friedrich Scheele (Projektentwickler bei der Residenzort Rastede GmbH) umgesetzt werden, wenn die Bäderfrage abschließend geklärt ist und die ansässigen Vereine entsprechend berücksichtigt werden oder diesen Alternativen zum jetzigen Standort angeboten werden konnten, heißt es in dem Antrag.

Im Zuge der bisherigen Diskussion um das Gelände an der Mühlenstraße, haben sich für die Gruppe CDU/Grüne Fragestellungen ergeben, die es aus Sicht der Gruppe in einem strukturierten Verfahren aufzuarbeiten gilt, begründen Susanne Lamers und Gerd Langhorst ihren Antrag. Nach Klärung aller offenen Fragen sollte die Verwaltung ein Gesamtkonzept für das Areal vorlegen.

Neugestaltung seit dreieinhalb Jahren immer wieder Thema

Die Neugestaltung des Areals rund um die ehemalige Sportanlage an der Mühlenstraße in Rastede ist inzwischen seit dreieinhalb Jahren immer wieder Thema. Was in dieser Zeit geschehen ist, zeigt dieser kurze Überblick auf.

Im Frühjahr 2015 beauftragte die Gemeindeverwaltung erstmals drei Planungsbüros, die Vorschläge zur Neugestaltung erarbeiten sollten. 60 000 Euro kostete das. Mehrere Vorschläge wurden ein Jahr später vor rund 150 Zuhörern bei einer Informationsveranstaltung in der Neuen Aula der Kooperativen Gesamtschule vorgestellt. Schon da war auch eine Erweiterung des Ellernteichs im Gespräch. Auch die Idee, ein Kombibad auf dem Areal anzusiedeln, kam hier auf. Zu den Vorschlägen gehörte aber auch die Idee, eine naturbelassene Fläche anzulegen.

Im Februar 2016 startete die Verwaltung dann eine Bürgerbeteiligung. Knapp 30 Bürger reichten ihre Vorschläge ein, danach passierte aber erst einmal nichts mehr.

Erst im November 2017 wurden in einer Sitzung die Ideen aus der Bürgerbeteiligung vorgestellt und ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Teil dieses Paketes war es auch, dass die Verwaltung beauftragt wurde, nach Ersatzflächen für ein Kombibad zu suchen. Die sofort verfügbaren Flächen der Sportanlage und des unmittelbaren Umfeldes sollten derweil in das Schlossparkareal integriert und die Außenanlagen des Freibades an die neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Mitte 2018 beauftragte die Gemeinde dann die Landschaftsarchitekten von Kilian und Kollegen, einen konkreten Gestaltungsentwurf für das Areal zu erarbeiten. Kostenpunkt: 55 000 Euro. Vor drei Wochen präsentierte das Büro nun vier Planungsvarianten, von denen die Gemeinde jene favorisiert, die eine Gestaltung mit Themengärten vorsieht.

Wie teuer die Neugestaltung des Areals einmal wird, kann derzeit noch niemand sagen. Aktuell sind im Haushalt für 2019 420 000 Euro eingeplant, ebenso Zuschüsse von 200 000 Euro. Je nach Variante und Ausstattung könnten aber Kosten von bis zu 1,5 Millionen Euro anfallen.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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