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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Energie In Rastede: Windkraft-Pläne auf Zielgerade

27.03.2019

Rastede Der Protest der Bürger war groß, genutzt hat er am Ende nichts. Die seit August 2016 laufenden Planungen für die im Rasteder Norden umstrittenen Windenergieanlagen stehen nach der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung, Umwelt und Straßen kurz vor dem Abschluss.

Das Planverfahren

Mehrheitlich hat die Politik in der Sitzung am Montagabend vor rund 40 Zuhörern in der Neuen Aula der Kooperativen Gesamtschule in Rastede mit den Stimmen von CDU, Grünen und SPD den erforderlichen Änderungen des Flächennutzungsplanes sowie der Aufstellung der vorhabenbezogenen Bebauungspläne für Flächen in Wapeldorf/Heubült und Lehmdermoor zugestimmt. UWG und FDP lehnten die Pläne ab.

Einstimmig wurden indes die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für den Bereich Lehmden angenommen.

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Am kommenden Montag, 1. April, 17 Uhr, sollen in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates im Akademiehotel in Rastede, Oldenburger Straße 118, die Planungen nun abgeschlossen werden. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan für den Bereich Lehmden kann als einziger noch nicht vom Rat verabschiedet werden. Für den Bereich wurde ein aktualisiertes Gutachten über die Vorkommen von zum Beispiel Brut- und Gastvögeln erstellt. Dazu können vor der Beschlussfassung noch einmal Stellungnahmen abgegeben werden.

Die Windkraftanlagen

Die Windkonzept Projektentwicklungs GmbH & Co.KG aus Wiefelstede will im Bereich Wapeldorf/Heubült zwei Windkraftanlagen nördlich der Spohler Straße und drei Anlagen südlich der Spohler Straße errichten. Im Bereich Lehmdermoor plant sie mit zwei Anlagen, in Lehmden will sie südlich der Lehmder Straße drei weitere Anlagen bauen. Alle diese Anlagen sollen laut Planung 150 Meter hoch werden (Rotorspitze).

Außerdem hatte die IFE Erikssen aus Oldenburg die Absicht bekundet, im Bereich des Windparks Liethe vier der dort vorhandenen neun Anlagen abbauen und ebenfalls durch 150 Meter hohe Anlagen ersetzen zu wollen. Auch hierzu müsste dann noch ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden. Gemeindepressesprecher Ralf Kobbe teilte am Dienstag auf Anfrage mit, dass die Gemeindeverwaltung zurzeit „keine Kenntnis“ habe, ob und wann das Unternehmen mit seinem konkreten Vorhaben an die Verwaltung herantreten werde.

Anregungen und Kritik

Von Bürgern und auch von Behörden war eine Fülle von Anregungen und Bedenken zu den Planungen abgegeben worden. Wie Erster Gemeinderat Günther Henkel in der Sitzung sagte, sei alles sehr umfassend aufbereitet und mit Abwägungsvorschlägen versehen worden. Bürger kritisierten jedoch in der Einwohnerfragestunde, dass ihre Anregungen zum Teil gar nicht oder nur mit Textbausteinen beantwortet worden seien.

Mehrere Planer gingen in der Sitzung auf die vorgebrachten Anregungen und Kritikpunkte ein. Dabei ging es unter anderem um Themen wie Schall, Lärm, Infraschall, Schattenwurf, Grundwasser, Erschließung sowie das Vorkommen von Vögeln wie dem Seeadler oder dem Regenbrachvogel. Stadtplaner Hannes Korte vom Büro Diekmann und Mosebach sagte, dass im Vergleich zum Vorentwurf keine neuen Anregungen eingegangen seien und es deshalb abgesehen von kleinen redaktionellen Anpassungen keine Veränderung zur Entwurfsplanung gebe.

Anliegerin Anja Frels aus Wapeldorf verwies in der Einwohnerfragestunde auf Untersuchungen, dass Schattenwurf ebenso krank mache wie Infraschall. „Wer garantiert uns, dass wir nicht krank werden“, fragte sie.

Was die Politik sagt

Die Politik stimmte den Planungen für weitere Windenergieanlagen im Rasteder Norden am Montag mehrheitlich zu. Torsten Wilters (CDU) sagte im Bauausschuss, er halte die Windenergie für „die sinnvollste Form der Energiegewinnung in unserer Region“. Um die Anlieger der geplanten Anlagen besser zu schützen, habe man bei den Planungen größere Abstände zur Wohnbebauung gefordert als nötig gewesen wäre. Außerdem habe man sich gegen eine Nachtbefeuerung ausgesprochen, damit man nachts keine Blinklichter sieht.

Auch Lars Krause (SPD) hob hervor, dass man den Schutz der Anlieger in den Vordergrund gestellt habe. „Das Gesamtkonzept hat uns überzeugt“, sagte er. Er erinnerte zudem daran, dass mit der hier vorliegenden Planung ausgeschlossen werde, dass an anderen Stellen in der Gemeinde weitere Windparks entstehen können.

Gerd Langhorst (Grüne) sagte, dass Wind in der norddeutschen Tiefebene der wesentliche Faktor für die Energiegewinnung sei. Mit Blick auf den Flächenverbrauch sagte er, dass die geplante Autobahn 20 wesentlich negativere Auswirkungen haben werde.

Für die UWG sagte Theo Meyer, dass Windenergie lediglich ein Beitrag zur Energiewende sei, es aber auch andere Möglichkeiten gebe. Er sei sich zwar sicher, dass die Planungsbüros einen guten Job gemacht hätten und rechtlich alles in Ordnung sei. Windenergieanlagen gehörten aber dorthin, wo sie „weder Menschen noch die Natur in irgendeiner Form stören“.

Evelyn Fisbeck (FDP) verwies insbesondere auf die hohe Anzahl an Einwendungen von Bürgern. Alleine zu den Planungen in Wapeldorf und Heubült würden sich diese auf 180 Seiten belaufen, für Lehmdermoor seien es 61 Seiten. Darin seien „Ängste geäußert“ worden. Neun von 33 Windenergieanlagen im Ammerland würden bereits in der Gemeinde Rastede stehen, sagte Evelyn Fisbeck und fügte an: „Mir reicht das.“ Sie könne nur den Planungen für Lehmden zustimmen, weil „diese Anlagen von den Bürgern akzeptiert werden“.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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