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NWZonline.de Region Ammerland Politik

In Rastede ist Integration „oskarreif“

09.05.2018

Rastede Mit einem Filmfestival endete jetzt nach rund zwei Jahren das Kulturprojekt „Fremdsein überwinden“ im Evangelischen Bildungshaus in Rastede. Im großen Saal, der mit interessierten Rastedern und internationalen Gästen voll besetzt war, wurde der rote Teppich ausgerollt. Über diesen schritten die Protagonisten, die drei Filme zum Thema „Fremdsein überwinden“ produziert hatten. Viele Schauspieler und Mitwirkende bekamen einen „Oskar“ verliehen.

Die Filme erzählen von den Erlebnissen der in Rastede lebenden Migranten. Der Film „Politik und Menschen – Schicksale sichtbar machen“ spielt in Oldenburg. Es geht um den Kampf von Mahmoud Tamaa und Mohammad Hassani um eine Duldungsbescheinigung sowie andere Bescheinigungen. Auch erzählen sie davon, wie es ist, wenn man Angehörige nachholen möchte und Minderjährige einen Vormund brauchen.

In Rastede geht es um „Sichersucher im Residenzort – wo andere Urlaub machen“. Nadine Daries berichtet darin aus der Begegnungsstätte „MitEinAnder“ in Rastede.

Im dritten Film „Selbstverständlich zusammenleben“ wird von Rastedern berichtet, die aktiv bei der Integration von Schutzsuchenden unterstützen „und selbst sehr viel davon haben“, darunter auch Geli Wald: „Keine Urlaubsreise kann das bieten, was ich von den vielen Migranten gelernt habe“, sagt die Flüchtlingshelferin. Lina Alshalati erzählt, wie sie die deutsche Sprache auch ohne Unterricht gelernt hat, weil die Kurse alle belegt waren. Sie hatte schon drei Fremdsprachen gelernt. „Die deutsche Sprache war aber die schwerste“, stellt sie fest.

Raja Sigari saß im Rollstuhl unter den Zuhörern. Im Film spricht sie von den guten Erfahrungen in Rastede. Auch wenn sie nur wenig Deutsch spricht, weiß sie, dass die Sprache für das Zusammenleben sehr wichtig ist. „Und Kontakte sind wichtig“, wird sie im Film übersetzt.

Michel Waskönig dirigierte während der „Oskar“-Verleihung eine international gemischte Musikgruppe. „Musik ist die Sprache der Welt“, sagte er. Neben der Blockflöte sind viele orientalische Saiteninstrumente vertreten. Und natürlich Trommeln.

Ilyas Yanc, Berater bei der Interkulturellen Arbeitsstelle Ibis in Oldenburg, erläuterte, dass in Rastede rund 22 000 Menschen leben, davon 1072 mit Migrationshintergrund, also knapp fünf Prozent. „Seit 2015 hat sich in Rastede viel verändert“, sagte der Yezide.

Die Gesamtleitung des Projektes hatten Heike Scharf, Swen Engel und Uwe Fischer. Bei der Verabschiedung meinten alle drei, viele Momente hätten sie während des Projektes berührt und bewegt. Zum Abschluss wurde gemeinsam das Lied „Ich bin schön“ gesungen.

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