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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Wissenschaftler: Gravierende Folgen fürs Ökosystem

21.09.2019

Rastede Zwei Wissenschaftler haben sich bei der „Fridays for Future“-Kundgebung vor dem Rathaus in Rastede am Freitag ebenfalls geäußert: der Rasteder Markus Janout vom Alfred Wegener Institut in Bremerhaven und aus Wilhelmshaven Rainer Klosse, der im Bereich regenerativer Energien tätig ist.

Die Folgen des Klimawandels seien inzwischen täglich zu sehen, sagt Janout. Er verweist auf Extremwettereignisse wie Sturmfluten, auf die Erwärmung und Versauerung der Ozeane und auf Waldbrände. „Das ist sehr besorgniserregend“, sagt der 44-Jährige.

Inzwischen sei eine Erderwärmung von einem Grad erreicht worden, die Hälfte dieser Erwärmung sei auf die von Menschen gemachten Emissionen in den letzten 30 Jahren zurückzuführen, so der Wissenschaftler. „Die letzten vier Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Wenn es so weitergeht, haben wir in zehn bis fünfzehn Jahren die Eineinhalb-Grad-Grenze erreicht“, sagt Janout. Dann seien die Folgen immer schwerer in den Griff zu kriegen. Der Druck auf die Politik durch die Demonstrationen komme daher genau zur richtigen Zeit.

Janout, der im Bereich der Ozeanforschung in der Antarktis und Arktis tätig ist, weiß, dass die Folgen dort bereits gravierend sind. Die Erwärmung betrage dort drei bis vier Grad im Schnitt. „Es gibt riesige Gebiete, die inzwischen eisfrei sind“, sagt der Rasteder. Seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen vor 40 Jahren sei das Meereis um die Hälfte zurückgegangen, mit „gravierenden Veränderungen für das Ökosystem“. Auch Plastik sei dort ein Riesenproblem.

Durch den Anstieg des Meeresspiegels und die Erwärmung der Ozeane betreffe diese Thematik auch die Menschen in Norddeutschland. „Es sind Probleme, die wir jetzt angehen müssen“, sagt Janout.

Rainer Klosse aus Wilhelmshaven geht unterdessen auf die Frage ein, ob es überhaupt möglich sei, 100 Prozent des Energiebedarfs über regenerative Energien zu decken. Studien hätten gezeigt, dies sei möglich und würde auch nicht zu einer Gesamtkostensteigerung führen. Allerdings wäre die erforderliche Umrüstung mit Kosten verbunden. Als Probleme benennt Klosse, dass sowohl Windenergie als auch Photovoltaik und Offshore-Energie ins Stocken geraten seien.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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