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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Schüler halten Erinnerung an Leid der Juden wach

13.11.2018

Rastede An die Reichspogromnacht und an das Leid der jüdischen Bevölkerung im Nationalsozialismus wurde jetzt in der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Rastede erinnert. 350 Schüler und Lehrer nahmen dort an einer Gedenkstunde in der voll besetzten Aula teil. Im Mittelpunkt der Gedenkstunde der Arbeitsgemeinschaft „Für den Frieden“ stand in diesem Jahr die Diskriminierung und Ermordung der europäischen Juden in den 1100 Ghettos der Nazis.

Vor 80 Jahren verschärften die deutschen Faschisten die Ausgrenzung und die Verfolgung der Juden. Mit der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 ebnen sie den Weg hin zur so genannten „Endlösung“, zum industriellen Völkermord an sechs Millionen Juden.

Die AG „Für den Frieden“ wollte mit ihrer Gedenkstunde die Erinnerung an das Leid der Juden wachhalten. Das Leid, das sie durch alltägliche Ausgrenzung und jahrelange Verfolgung erdulden mussten – insbesondere in den Ghettos von Lodz, Krakau oder Warschau. Zugleich wollten die Rasteder Schüler daran erinnern, dass die Juden sich gegen ihre Entfernung aus der Menschheit wehrten – in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ebenso wie im Warschauer Ghetto.

Dazu haben Veronika Dinter, Tjada Kulawik, Lara Schubert, Viola Kuiper, Sahki Alizadahad und Lana Wenning in einer literarischen Collage Berichte jüdischer Augenzeugen vorgetragen. Gemeinsam legen diese Texte Zeugnis ab über die Demütigung, die Verfolgung und die Ermordung von sechs Millionen Juden.

Unterstützt wurde der Vortrag der Schüler von der Musikgruppe „Klezm-A-RiseD. Deren jüdische Musik spiegelte einerseits die Erniedrigung der Juden in den Ghettos wider. Andererseits betonten die Musiker Maximilian Stoll und Felix Riemenschneider mit ihren musikalischen Einlagen die Lebenslust und den Widerstandswillen der Juden, die sich trotz ihrer Unterlegenheit gegen ihre Peiniger zur Wehr setzten und auf eine glückliche Zukunft hofften.

Nach der Veranstaltung bekamen die AG-Mitglieder viel Lob für ihren Vortrag. „Gerade die Kombination aus Texten und der jüdischen Musik hat mich sehr bewegt,“ sagte Lehrer Jesco Schneemann. Und Katja Effertz zollte den Schülern ihren Respekt: „Die sechs AG-Mitglieder haben mich mit ihrer Gedenkstunde ganz tief im Inneren erreicht. Und sie haben deutlich gezeigt, dass wir uns alle zusammen für die Gleichheit aller Menschen einsetzen müssen.“

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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