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Aktualisiert vor 27 Minuten.

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NWZonline.de Region Ammerland Politik

CDU und Grüne fordern Konzept zur Dorfentwicklung

23.10.2018

Rastede Wo sich in einer Gemeinde Wohngebiete, Gewerbegebiete oder Ackerflächen befinden, das ist grafisch in einem so genannten Flächennutzungsplan dargestellt. Zudem gibt ein solcher Plan Aufschluss über die beabsichtigten städtebaulichen Entwicklungen. Wenn eine Gemeinde etwa ein neues Wohnbaugebiet ausweist und dafür Flächen nutzt, die bislang der Landwirtschaft zugeschrieben waren, muss der Flächennutzungsplan geändert werden.

Für die Gemeinde Rastede stammt der aktuelle Flächennutzungsplan aus dem Jahr 1993. Gerade wird über die 78. Änderung beraten, um in Ipwege nördlich der Feldstraße Wohnbauflächen zu schaffen.

78 Änderungen in 25 Jahren, da kann man schnell die Übersicht verlieren. Deshalb arbeitet ein Planungsbüro im Auftrag der Gemeindeverwaltung zurzeit daran, alle Änderungen zusammenzuführen und den Flächennutzungsplan bei dieser Gelegenheit auch gleich digital verfügbar zu machen.

Leitlinien formulieren

Der Mehrheitsgruppe aus CDU und Grünen im Rasteder Rat geht das aber noch nicht weit genug. Sie fordert in einem Antrag an Bürgermeister Dieter von Essen (CDU), dass im Zusammenhang mit der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes auch die Grundlagen für ein Gemeindeentwicklungskonzept beschlossen werden sollten.

Bereits im Verfahren um die Änderung beziehungsweise Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes sollten die Bürger umfassend informiert und beteiligt werden, schreiben die Gruppensprecher Susanne Lamers (CDU) und Gerd Langhorst (Grüne). Die Leitlinien über Art und Umfang der Bürgerbeteiligung sollten zuvor vom Rat beschlossen werden.

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Bürger ernst nehmen

„Das Zusammenführen aller Änderungen ist für uns nur ein erster Schritt“, sagt Susanne Lamers. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt gekommen, um in einem größeren Rahmen zu denken. Zumal es bislang kein Gemeindentwicklungskonzept gebe. „Wo stehen wir, wo wollen wir hin“, ergänzt Langhorst, das müsse geklärt werden. Bis 2021 müsse der Flächennutzungsplan nach Auffassung der Mehrheitsgruppe stehen. Parallel müsse aber auch das Gemeindeentwicklungskonzept reifen.

Die Themenfelder, die ein solches Konzept umfassen muss, sind vielfältig und komplex. Da geht es zum Beispiel um Wohnen, Gewerbe, Freizeit, Erholung, Tourismus, Natur, Umwelt, Landwirtschaft und Verkehr. „Wie stark soll Rastede wachsen“, nennt Susanne Lamers eine zentrale Frage, die zu beantworten sein wird. Dabei geht es sowohl um Wohnbauflächen als auch um Gewerbeflächen.

Das Thema Wohnen ist generell ein großes. Nach Auffassung der Mehrheitsgruppe geht es hier nicht nur um neue Wohngebiete, sondern auch um bezahlbaren Wohnraum, Innenverdichtung, das Leben im Alter und anderes mehr.

Geredet werden müsse in diesem Zusammenhang auch über Betreuung – von Kindern und Älteren. „Eine Tagespflege gibt es bisher nur in Rastede, wir wünschen uns so etwas auch in Hahn-Lehmden und Wahnbek“, sagt Susanne Lamers.

Mit Blick auf Freizeit und Erholung sagt die Gruppensprecherin: „Da müssen wir auch über die Schwimmbäder reden. Aus unseren Köpfen ist ein Kombibad noch nicht verschwunden.“

Und ein elementares Thema gerade in Rastede ist die Verkehrssituation. Tunnel am Bahnübergang Raiffeisenstraße oder Umgehungsstraße, Kreisverkehr am Marktplatz, Anbindung des Baugebietes im Göhlen: Problematische Stellen gibt es so einige.

Vorbild Dorfentwicklung

Wichtig ist der Mehrheitsgruppe beim Aufstellen des Flächennutzungsplanes und beim Erstellen eines Gemeindeentwicklungskonzeptes die Beteiligung der Bürger. Denkbar sei eine Informationsveranstaltung als Auftakt. Daran anschließen könnten sich dann zum Beispiel Arbeitskreise oder Workshops unter fachlicher Anleitung – ähnlich wie es bei der Dorfentwicklung im Rasteder Norden der Fall war, sagt Susanne Lamers.

„Wir wollen mehr Bürgerbeteiligung als in der Niedersächsischen Kommunalverfassung vorgeschrieben ist“, erklärt Langhorst. Geklärt werden müsse dabei, wie man jene Bürger erreicht, die sich bisher nicht öffentlich äußern. Ziel sollte eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit sein.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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