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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Göhlen: Wie schnell soll Rastede wachsen?

31.05.2018

Rastede Das geplante Wohnbaugebiet im Göhlen in Rastede sorgt weiter für kontroverse Diskussionen. Eine von der Verwaltung vorgeschlagene Vermarktung in sechs Bauabschnitten bis zum Jahr 2026 rief im Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt und Straßen auch Kritik hervor. Trotzdem folgte die Politik dem Vorschlag am Ende einstimmig, bei einer Enthaltung der UWG.

Details zur Erschließung des Baugebietes im Göhlen

Details zur vorgesehenen Erschließung des Baugebietes im Göhlen stellte Jörn Rabius aus dem Bauamt der Gemeindeverwaltung im Bauausschuss vor. Zunächst wird eine Baustraße hergestellt, die eine Verbindung zur Straße Hasenbült schafft. Der Baustellenverkehr soll später nämlich von der Mühlenstraße kommend mit einer Einbahnstraßenregelung über die Straße Im Göhlen und den Hasenbült geführt werden.

Im weiteren Verlauf wird dann das große Regenrückhaltebecken gebaut. Gleichzeitig sollen die derzeit noch tieferliegenden Flächen im Göhlen aufgefüllt werden. Dazu wird zunächst der Aushub vom Regenrückhaltebecken genutzt. Reicht dieser nicht aus, muss weiterer Boden antransportiert werden, berichtete Rabius.

In der Folge werden dann die verschiedenen Versorgungsunternehmen ihre Leitungen verlegen. Der Oldenburgisch-ostfriesische Wasserverband muss eine größere Wasserleitung in dem Gebiet umlegen.

Sind diese Arbeiten erledigt, beginnt der Ausbau der Straße Im Göhlen und der Umbau der parallel zur Straße fließenden Bäke. Der Bach soll durch die Umgestaltung aufgewertet werden.

Im Göhlen sollen nördlich des Tenniscenters mehr als 100 Wohneinheiten entwickelt werden. Die Erschließung soll in diesem Jahr beginnen, die ersten Häuslebauer könnten dann 2019 mit den Arbeiten beginnen. Im ersten Vermarktungsabschnitt sollen 16 Grundstücke ausgewiesen werden.

Wie viel der Quadratmeter im Göhlen kosten wird, steht bislang noch nicht fest. Eine Beratung darüber soll erst in der zweiten Jahreshälfte erfolgen. Experten gehen davon aus, dass die Preise noch einmal über denen der zuletzt ausgewiesenen Baugebiete liegen werden. Zum Vergleich: Im Baugebiet an der Hugo-Duphorn-Straße lag der Preis pro Quadratmeter bei 90 Euro, im Gebiet „Südlich Schlosspark III“ waren es 130 Euro.

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Die Kritiker einer Vermarktung in sechs Bauabschnitten bis zum Jahr 2026 begründeten ihre Zustimmung zum Vorschlag der Verwaltung im Bauausschuss letztlich damit, dass die Verwaltung zumindest die Möglichkeit offen lässt, das Gebiet auch schneller zu entwickeln. In der Beratungsvorlage heißt es nämlich: „Für die Vermarktungsabschnitte wurde bewusst eine Streckung vorgenommen, die (...) situativ angepasst werden kann.“

Acht Jahre Baustelle

Bei der geplanten Erschließung des Baugebietes in drei und der Vermarktung in sechs Abschnitten habe man acht Jahre lang eine Baustelle in dem Bereich, merkte Rüdiger Kramer (SPD) an und sagte mit Blick auf die Beeinträchtigung der Anwohner rund um das Baugebiet: „Das ist eine sehr lange Zeit.“ Die von der Verwaltung vorgeschlagene Aufteilung halte er für sehr kleinteilig. Der Bedarf sei da, das Gebiet schneller zu entwickeln. „Das kann man auch in vier Jahren machen“, sagte Kramer.

Evelyn Fisbeck (FDP) argumentierte ähnlich und meinte: „Ich möchte nicht gerne in einem Gebiet wohnen, das acht Jahre bebaut wird.“ Angesichts der großen Nachfrage nach Baugrundstücken plädierte auch sie dafür, flexibler zu sein bei der Vermarktung.

Grundsätzlich gegen das neue Baugebiet ist weiterhin die UWG. Theo Meyer verwies denn auch noch einmal auf mögliche Folgekosten, die durch den Bedarf an weiteren Kita-Plätzen und an anderer Infrastruktur entstehen könnten. „Kann sich die Gemeinde das leisten?“, fragte er.

Qualität darf nicht leiden

Derweil befürwortete die Mehrheitsgruppe aus CDU und Grünen die langsamere Vermarktung des Baugebietes. Torsten Wilters (CDU) sprach von einer sinnvollen Aufteilung. Gerd Langhorst (Grüne) sagte, es sei illusorisch, der Nachfrage nach Baugebietsplätzen nachzugeben. Er sei enttäuscht, dass „dieser Bedarfsbefriedigung so das Wort geredet wird“. Es müsse vielmehr darum gehen, welches Angebot an Bauplätzen die Gemeinde machen könne, ohne dass die Qualität der Infrastruktur darunter leidet.

Das letzte Wort zur geplanten Erschließung und Vermarktung des Baugebietes im Göhlen hat am 12. Juni in gewohnt nichtöffentlicher Sitzung der Verwaltungsausschuss. Nach dem klaren Votum des Bauausschusses dürften dort aber wohl keine Überraschungen mehr zu erwarten sein.

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Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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