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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Klima-Notstand für Rastede ausrufen?

23.09.2019

Rastede „Soll für Rastede der Klima-Notstand ausgerufen werden?“ Mit dieser Frage hat sich der Grünen-Ortsverein Rastede intensiv befasst. Eine nüchterne Analyse komme zum Ergebnis: Wenn die im Eis gebundenen Wassermengen der Pol-Regionen freigesetzt werden, dann ist auch Rastede aufgrund seiner geografischen Lage unmittelbar betroffen, heißt es in einer Mitteilung des Ortsvereins.

„Es ist zu kurz gesprungen, dass Rastede ein zu kleines Rad im globalen Uhrwerk des Klimas sei und Rasteder Bürger und die Kommunalpolitik nichts Entscheidendes bewirken können“, stellen die Grünen-Sprecher Sabine Eyting und Jan Hoffmann fest.

Mit dem European Energy Award habe die Gemeinde Rastede begonnen, die eigene Situation in Bezug auf Umwelt und Klimaschutz zu analysieren und erste Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Zuletzt wurde im Dezember 2018 ein Bericht veröffentlicht, der ein nüchternes Bild zeichne. Es werde festgestellt, dass Rastede viel mehr tun könnte, um den Klimaschutz deutlich voranzubringen.

Hauptsächlich fehle es neben der Erstellung eines umfassenden Klimaschutzkonzeptes an konkreten Maßnahmen, die jetzt und hier wirksam werden und ein Verständnis für die dringende Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen erkennen lassen. Mit dem durch Grüne und CDU initiierten Impuls „Rastede blüht auf“ sei ein guter Schritt gelungen, der aber erst den Anfang bedeute.

„Sich den Klima-Notstand bewusst zu machen heißt, dass die Gemeinde bei jeder durchzuführenden Maßnahme grundsätzlich auch die Folgen für Umwelt und Natur zu berücksichtigen hat“, heißt es in der Mitteilung weiter. „Diesem Grundsatz fühlen wir Grüne uns seit jeher verpflichtet. Nun ist es an der Zeit, diese Herangehensweise auch stärker in den Fokus der Entscheidungsfindung des Rates und der Verwaltung zu rücken“, schreiben Sabine Eyting und Jan Hoffmann.

Der Grünen-Ortsverein sei der festen Überzeugung, dass auch die Gemeinde Rastede in ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich mehr für Klima- und Umwelt tun kann und muss. Aus diesem Grund habe der Ortsverein eine klare Forderung an die Ratsfraktion der Grünen gerichtet: „Priorisiert die Fraktionsarbeit in der Mehrheitsgruppe mit der CDU zugunsten des Umwelt- und Klimaschutzes. Nutzt die Möglichkeiten, die durch eine Mehrheit im Gemeinderat gegeben ist, um ein ökologisch werthaltigeres Rastede zu gestalten.“ Hierzu seien konkrete Maßnahmen zu entwickeln und Anträge an die Gemeindeverwaltung zu richten.

Der Ortsverein sieht darüber hinaus auch noch weitere Möglichkeiten: „Lasst uns mit den Bürgern unserer Gemeinde die Kräfte bündeln und im Gespräch Möglichkeiten für ein umweltbewussteres Rastede entwickeln“, heißt es in der Mitteilung der Grünen.

Mitbürger, Vereine und Gemeinschaften sind eingeladen, Kontakt mit dem Grünen-Ortsverein aufzunehmen (info@gruene-rastede.de).

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