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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Zeichen gegen Rassismus setzen

06.02.2018

Rastede /Nienburg Zum zwölften Mal hat die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Für den Frieden“ aus Rastede beim „Forum des Gedenkens“ im Nienburger Rathaus an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Zugleich setzten sich die Schüler der Kooperativen Gesamtschule (KGS) angesichts der Verfolgung der Rohingya in Myanmar für eine Welt in Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Glück für alle Menschen ein.

Die Gedenkfeierlichkeiten gestalteten verschiedene Jugendinitiativen, die sich mit der Vergangenheit des Deutschen Faschismus auseinandersetzen und zugleich Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus in der Gegenwart bekämpfen, erklärt der Leiter der AG, Michael Luttmer. Die AG „Für den Frieden“ widmete sich dem alltäglichen Antisemitismus des Nationalsozialismus.

Fynn Ole Bruns, Tammo Eyting, Sophie Bolze, Veronika Dinter, Tjada Kulawik, Liv Lubach, Lara Schubert, Viola Kuiper, Sahki Alizadahad, Katja Effertz und Lana Wenning erläuterten in ihrem Vortrag „Wir sind unerwünscht – Rassismus an Juden und Rohingya“, wie der alltägliche Antisemitismus der deutschen Faschisten tief in das Leben der Juden eingreift.

Die ausgewählten Auszüge aus dem Tagebuch des jüdischen Romanisten Victor Klemperer dokumentierten die Verdrängung der Juden aus dem gesellschaftlichen Gefüge des Deutschen Reiches, die in den industriellen Völkermord von Auschwitz-Birkenau mündete.

In der anschließenden Aktualisierung zeigten die Rasteder am Beispiel der Rohingya exemplarisch auf, dass die Ursache der Unterdrückung und der Ausbeutung von Menschen, nämlich Rassismus, Dehumanisierung und Habgier, nicht mit dem Untergang des Nationalsozialismus verschwunden sind, sondern auch in der Gegenwart ein menschenwürdiges Zusammenleben der Menschen erschweren bzw. gar verhindern. Damit stellte die AG „Für den Frieden“ die Frage nach der Menschlichkeit der menschlichen Existenz.

Die 120 Zuhörer honorierten den Vortrag mit lange anhaltendem Applaus. Organisator Thomas Gatter würdigte den Vortrag als wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur sowie zur antirassistischen Praxis.

Nach ihrem Vortrag nutzte die AG „Für den Frieden“ die Gelegenheit, um mit den Gästen über den historischen und den aktuellen Antisemitismus sowie über die Situation der Rohingya zu diskutieren. „Eine Frau fand unseren Beitrag sehr bedrückend, aber auch sehr ermutigend“, berichtete Tjada Kulawik. Darüber hinaus sprachen die Zuhörer mit den AG-Mitgliedern über die Möglichkeiten und die Bedeutung eines politischen Engagements junger Menschen. Nach der Veranstaltung wünschten die Anwesenden der Rasteder Arbeitsgemeinschaft viel Energie für ihr zukünftiges Engagement.

Die Schüler selbst waren mit dem „Forum des Gedenkens“ sehr zufrieden. „Der Zuspruch so vieler Gäste zeigt, dass wir zusammen die Benachteiligung von Menschen bekämpfen können“, sagte Katja Effertz. Auch künftig will die AG an der Gedenkfeier in Nienburg teilnehmen.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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