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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Wer steckt hinter dem Namen?

14.03.2019

Rastede Wer steckt eigentlich hinter den Straßennamen des geplanten Wohnbaugebietes „Im Göhlen“? Der Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt und Straßen in Rastede beriet kürzlich über die Benennung der fünf Straßen. Vier davon sind nach verdienten Rasteder Persönlichkeiten benannt. Laut Beschlussvorschlag sollen die Gemeindestraßen folgende Namen tragen: Konrad-Ullrich-Straße, Heinz-Frieler-Straße, Wolfgang-Duwe-Straße sowie Hermann-Folkers-Straße.

Dass alle vier Persönlichkeiten männlich sind, fiel auch im Ausschuss auf: Von Gerd Langhorst (Grüne) kam die Anmerkung, dass keine Straße nach einer Frau benannt wurde. Der Ausschuss stimmte dem Beschluss dennoch zu.

Von 1967 bis 1991 hat Konrad Ullrich als Gemeindedirektor die Entwicklung Rastedes mitgestaltet. Vor allem setzte er sich für eine moderne Infrastruktur, wie zum Beispiel den Bau der Kläranlage, die Einrichtung der KGS mit Sekundarstufe II sowie den Bau des Hallenbades, ein, heißt es in der Beschlussvorlage. Darüber hinaus war eines seiner Anliegen die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung. Der ehemalige Gemeindedirektor verstarb im Februar 2015 im Alter von 85 Jahren.

Wolfgang Duwe war als leidenschaftlicher Prediger und engagierter Seelsorger in Rastede bekannt. Er war von 1959 bis 1991 als evangelischer Pfarrer im Ort aktiv und begleitete dabei laut Vorlage ganze Familiengenerationen.

Zudem war Duwe Mitbegründer der Sozialstation für Rastede und Wiefelstede. Der Rasteder Pfarrer verstarb im März 2008 im Alter von 79 Jahren.

Der Rasteder Heinz Frieler vertrat von 1965 bis 1969 nach Direktwahl den Wahlkreis Oldenburg-Ammerland-Südfriesland im Bundestag. Er lebte viele Jahre im Residenzort. Bis heute ist er der einzige Bundestagsabgeordnete, der aus Rastede stammt. Heinz Frieler verstarb im August 1990.

Als einer der wenigen Kritiker im Ort widersetzte sich Pastor Hermann Folkers in der NS-Zeit dem nationalsozialistischen Gedankengut. „Im Herbst 1935 erklärte die ’Rasteder Konferenz’ die Notwendigkeit von Widerstand gegen inner- und außerkirchliche Anfechtungen“, heißt es in der Vorlage. Als Pastor wurde er nicht nur vom NS-Regime, sondern auch vom Kirchenrat angegangen. Er verstarb im Jahr 1968.

Für die fünfte Straße wurde der Name „An der Hankhauser Bäke“ vorgeschlagen. Die Hankhauser Bäke führt aus Richtung Ellernteich entlang des neuen Baugebiets und mündet hinter der Kläranlage in das Geestrandtief. Laut Beschlussvorlage soll auch die vorhandene Straße „Im Göhlen“ ihren Namen nach dem Ausbau behalten.

Anna-Lena Sachs Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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