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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Unterbringung: Hier sollen neue Flüchtlinge einziehen

27.04.2018

Rastede Die Gemeinde Rastede wird bis Ende Juni voraussichtlich rund 70 weitere Flüchtlinge aufnehmen müssen. Die Verwaltung geht davon aus, dass – anders als bislang – verstärkt auch Einzelpersonen untergebracht werden müssen. Dies soll vornehmlich in den beiden neuen Mehrfamilienhäusern im Neubaugebiet an der Hugo-Duphorn-Straße geschehen, die im Zuge der Wohnungsbauoffensive entstanden sind.

Warum muss Rastede Flüchtlinge aufnehmen?

„Die Gemeinde Rastede ist gesetzlich zur Aufnahme von Flüchtlingen verpflichtet“, erläutert Fritz Sundermann, Leiter des Geschäftsbereichs Bürgerdienste, in einer Mitteilungsvorlage für den Kinder-, Jugend- und Sozialausschuss. Das Gremium hatte den Bericht über die gegenwärtige Situation im Fachbereich am Dienstag dieser Woche einstimmig zur Kenntnis genommen.

Woher die Flüchtlinge kommen

Die meisten Asylbewerber, die derzeit in der Gemeinde Rastede leben, stammen aus Afghanistan. Es handelt sich um 41 Personen, wie aus einer Aufstellung der Gemeindeverwaltung für den Kinder-, Jugend- und Sozialausschuss hervorgeht. Mit elf Personen folgt danach die Russische Föderation als Herkunftsland. Auf Platz drei rangieren mit jeweils sieben Personen Libanon und Irak. Aus Montenegro stammen vier Personen, bei vier weiteren Flüchtlingen ist die Herkunft ungeklärt. Die weiteren Schutzsuchenden verteilen sich auf folgende Länder: Syrien und Nigeria (jeweils 3), Marokko, Liberia und Iran (je 2), Palästinensische Gebiete, Neuseeland, Libyen und Albanien (jeweils 1).

Insgesamt ist die Gemeinde Rastede aber noch viel internationaler bevölkert. Dem Statistischen Jahrbuch der Gemeinde Rastede für das Jahr 2017 ist zu entnehmen, dass Menschen aus 70 Nationen in der Gemeinde leben. Die meisten Ausländer stammen aus Syrien (218), Irak (117) und Polen (101). Im Jahr 2011 waren 587 Ausländer in der Gemeinde gemeldet, seitdem stieg diese Zahl kontinuierlich an – auf 1072 Personen im vergangenen Jahr.

Wie viele Personen sind unterzubringen?

Die letzte Zuweisungsquote stammt vom 15. November 2016. Sie verpflichtete die Gemeinde Rastede, weitere 128 Personen aufzunehmen. 72 Schutzsuchende wurden seitdem bereits untergebracht, weitere 66 Personen folgen nun wohl relativ kurzfristig in den beiden kommenden Monaten. Von der bislang höchsten Quote ist Rastede damit aber weit entfernt. Zwischen Dezember 2015 und November 2016 hatten 240 Personen aufgenommen werden müssen.

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Eine neue Quote wird es dann voraussichtlich zum Beginn des dritten Quartals 2018 geben. „Bis dahin werden die Kommunen, welche ihrer Aufnahmeverpflichtung noch nicht vollumfänglich nachgekommen sind, verstärkt bei der Verteilung in Anspruch genommen“, erklärt Sundermann.

Welche Personen werden jetzt aufgenommen?

Bisher hatte sich die Gemeinde Rastede stets erfolgreich bemüht, möglichst Familien oder Familienverbünde von der Aufnahmeeinrichtung zugewiesen zu bekommen. Das könnte sich jetzt aber ändern. Sundermann: „Aufgrund der für die Gemeinde Rastede bis Ende Juni 2018 zu erwartenden verstärkten Zuweisungen und der jeweiligen Belegungsstruktur der Landesaufnahmebehörde wird es auch zu Verteilungen kommen können, die nicht den Belegungswünschen der Gemeinde entsprechen.“

Gibt es genügendWohnraum?

Sundermann geht davon aus, dass „voraussichtlich ausreichend Wohnraum für die Unterbringung zur Verfügung“ stehen wird – auch wenn die Containeranlage auf dem ehemaligen Sportplatz in Kleibrok, in der fast zwei Jahre lang Flüchtlinge lebten, inzwischen abgebaut wurde und nicht mehr genutzt werden kann.

Da die Gemeinde mittlerweile alle anderen größeren Unterkünfte aufgegeben hat, kann eine Unterbringung nur in gemeindeeigenen oder angemieteten Wohnungen erfolgen. Und da stehen aktuell vorrangig die beiden neuen Häuser an der Hugo-Duphorn-Straße zur Verfügung, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Lessingstraße befinden. In dem Viertel leben viele Zugewanderte und Menschen in sozial schwachen Haushalten, der Migrationsanteil ist hoch.

Allerdings gibt es dort bereits eine gut funktionierende Integrationsarbeit. Darauf lässt sich möglicherweise zurückgreifen.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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