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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Gemeinde Rastede muss sich um mehr Klimaschutz bemühen

27.02.2019

Rastede Wenn es um Klimaschutz geht, ist in Rastede noch Luft nach oben. Das zeigt jetzt die Ist-Analyse des European Energy Awards (eea) für die Gemeinde. Die eea-Beraterin Kornelia Gerwien-Siegel stellte am Montag im Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt und Straßen die Ergebnisse vor.  

Die Klimaschutzbemühungen der Gemeinde Rastede seien, gemessen an den Kriterien des eea, unzureichend, heißt es in der Beschlussvorlage. Das Managementsystem bewertet sechs verschiedene Handlungsfelder: Energieplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation.

Ziel nicht erreicht

Insgesamt konnte Rastede nur 36 Prozent der Maximalpunktzahl erreichen. Das Ziel, 50 Prozent zu erreichen, ist noch weit entfernt, erläuterte Gerwien-Siegel. Ab 50 Prozent der Maximalpunktzahl werde die Kommune mit dem Award ausgezeichnet. Erreiche eine Gemeinde oder Stadt 75 Prozent oder mehr, werde sie sogar mit dem Gold-Award ausgezeichnet. Zum Vergleich: Oldenburg wurde mit Gold zertifiziert.

In Sachen Mobilität erreicht Rastede zum Beispiel 43 Prozent. Der Bereich Kommunikation und Kooperation liegt hingegen bei 12 Prozent. „Da besteht das größte Handlungspotenzial“, so die Beraterin. „Keine Kooperation mit Fachhochschulen“, „kaum Bürgerbeteiligung bei Entscheidungsprozessen“ sowie „Vorbildwirkung/Corporate Identity im Klimaschutz nicht erkennbar“ werden hier als Verbesserungspotenzial genannt. Nur beim Handlungsfeld „Kommunale Gebäude und Anlagen“ erreicht der Ort einen überdurchschnittlichen Wert: 66 Prozent.

Viele Kommunen in Rastedes Größenordnung schaffen es jedoch nicht beim ersten Anlauf die gewünschten 50 Prozent zu erreichen, sagte Gerwien-Siegel. Auch aus der Politik kamen im Ausschuss verschiedenen Wortmeldungen, die darauf hinwiesen, dass die Gemeinde schon viel für den Klimaschutz getan habe. So verfügt Rastede zum Beispiel über einen Bürgerbus und die Straßenlaternen wurden auf LED-Beleuchtung umgerüstet. „Es betrifft ganz Rastede, es betrifft nicht nur die Kommune“, erklärt Gemeindepressesprecher Ralf Kobbe im NWZ-Gespräch und weist darauf hin, dass Klimaschutz auch für Privatpersonen ein Thema ist.

Konzept notwendig

Bereits 2016 wurde beschlossen, sich am European Energy Award zu beteiligen. Dabei handelt es sich um ein Managementsystem, wodurch Kommunen ihre Energieerzeugung bewerten können. Bezug nehmend auf eine Ist-Analyse werden Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz identifiziert und erschlossen, heißt es in der Beschlussvorlage weiter. Der eea diene darüber hinaus als Netzwerk: „Es gibt mittlerweile über 300 eea-Kommunen“, erklärte Gerwien-Siegel.

Doch wie soll es in Rastede weitergehen? Der Klimaschutzbeauftragte Hans-Hermann Ammermann schlug im Ausschuss verschiedene Maßnahmen für die einzelnen Handlungsfelder vor. Diese wurden in Arbeitsgruppen erarbeitet. Allen voran werde ein Klimaschutzkonzept benötigt. Das Konzept wäre Voraussetzung, um Handlungsweisen aufstellen und verfolgen zu können. Darüber hinaus umfassen weitere Maßnahmen wie zum Beispiel klimaneutrale Pkw-Dienstreisen, eine innovative Abwassertechnik sowie die Erstellung eines Kommunikationskonzeptes die Vorschläge. Diese sollen erarbeitet und der Politik zur Abstimmung vorgestellt werden.

Anna-Lena Sachs Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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