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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Riesenstall: So geht es jetzt weiter

10.07.2013

Rastede „Wir lehnen den Bau einer Stallanlage mit 918 Tierplätzen im Residenzort Rastede entschieden ab!“ Dieser Satz steht über den Unterschriftenlisten, die engagierte Bürger am Dienstag zur Touristinformation am Marktplatz gebracht haben. Ab sofort können alle Gegner der geplanten Stallanlage dort unterschreiben. Die Listen wollen die Bürger Landrat Jörg Bensberg persönlich überreichen.

Die Bürger wehren sich gegen die Pläne von Landwirt Christian Meyer-Hullmann, der hinter seiner Biogasanlage an der Kleibroker Straße nach und nach zwei Milchviehställe, ein Melkhaus, ein Melkkarussell und einen Stall zur Rinderaufzucht bauen will. Die Politik und die Gemeindeverwaltung lehnen das Vorhaben an diesem Standort geschlossen ab.

Die mehr als 200 Bürger, die am Montag zur Sitzung des Bauausschusses kamen, in der es um das Thema ging, setzten ein deutliches Signal, dass sie eine solche Anlage in Rastede nicht wollen. Angelika und Helmuth Arning, Fritz Gross, Dieter Hagen und Helmut Martens brachten deshalb am Dienstag die Unterschriftenlisten in das Büro der Touristinformation. Sie haben auch Plakate vorbereitet, mit denen sie gegen die Stallanlage protestieren wollen. „Residenzort Rastede – Kuhdorf Nein danke!“ steht darauf.

Kein Kuhdorf gewollt

„Wir wollen zum Ausdruck bringen, dass die Bürger geschlossen gegen eine solche Anlage sind, die uns alle treffen würde“, sagt Fritz Gross. „Wir wollen, dass unser Residenzort erhalten bleibt und nicht zum Kuhdorf wird“, ergänzt Helmuth Arning.

Helmut Martens hält eine derartige Anlage direkt am Ortsrand für unangemessen. Mit Blick auf die ohnehin schon zu ertragende Belästigung durch Lärm und Gerüche findet er, dass die Schmerzgrenze bereits überschritten sei.

Dieter Hagen weist auf den mit einer solchen Anlage vermutlich einhergehenden Maisanbau hin. „Wir preisen immer den Tourismus an. Doch wenn die Menschen dann durch Schluchten von Maisfeldern fahren müssen, ist nicht mehr viel zu sehen.“

Das einstimmige Votum des Bauausschusses am Montag (NWZ  berichtete) bedeutet noch lange nicht das Aus für die geplante Stallanlage. Erster Gemeinderat Günther Henkel erläutert, wie das Verfahren weitergeht.

Gutachten prüfen

In nichtöffentlicher Sitzung sprach sich der Verwaltungsausschuss noch am Montagabend ebenfalls einstimmig gegen den Riesenstall mit 918 Tierplätzen an der Kleibroker Straße aus. Dem Landkreis Ammerland als Genehmigungsbehörde wird nun mitgeteilt, dass die Gemeinde ihr Einvernehmen versagt.

Wie berichtet, verweigert die Gemeinde das Einvernehmen, weil nicht alle erforderlichen Unterlagen vorliegen. Insbesondere der Flächennachweis fehlt noch. Henkel erwartet, dass die fehlenden Nachweise nachgereicht und auch der Gemeinde vorgelegt werden. Wie schon im Falle des Geruchs- und Staubgutachtens wolle die Gemeinde dann wieder neutrale Gutachter hinzuholen, die die Dokumente eingehend prüfen.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/ammerland 

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