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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Schüler erteilen Fremdenfeindlichkeit klare Absage

05.02.2015

Rastede Zum neunten Mal hat sich die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Für den Frieden“ der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede am „Forum des Gedenkens“ in Nienburg beteiligt. Den Schwerpunkt bildete das Thema „Frauen in Auschwitz“.

Zum „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ erteilten die Schüler mit ihrem Beitrag „Weil sie Sinteza war – Sinti-Frauen im Deutschen Faschismus“ dem Antiziganismus eine klare Absage und forderten ein friedliches Miteinander aller Menschen, berichtet AG-Leiter Dr. Michael Luttmer.

Die Schüler Saskia Dierks, Katja Effertz, Anna Herzberg, Max Küpker, Jonas Wissemann, Friederike Peschel und Gülistan Ibrahim stellten anhand von sechs Autobiografien dar, wie die Nationalsozialisten ihre Staatsdoktrin einer „arischen Volksgemeinschaft“ auch gegenüber den Sinti und Roma seit der Übernahme der Regierungsgewalt 1933 in politische Alltagspraxis umsetzten. Ihre szenische Collage skizzierte am Schicksal der Sinti-Frauen die Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung der Minderheit. Am Ende zeigten die Schüler mit der Sinti-Musikerin Dotschy Reinhardt den Weg in ein friedliches Miteinander von Mehrheitsgesellschaft und Minderheit auf.

Nach dem Vortrag lobten viele Besucher des „Forums des Gedenkens“ die Schüler für ihren Beitrag. „Euer Engagement ist vorbildlich, es ist erfreulich, dass junge Menschen auf die Unterdrückung und Ermordung der Sinti und Roma hinweisen“, sagte Martin Bauer.

Auch die Schüler waren mit dem „Forum des Gedenkens“ sehr zufrieden. „Der Zuspruch so vieler Gäste zeigt, dass wir zusammen die Emanzipation der Sinti und Roma unterstützen können“, resümierte Saskia Dierks.

Auch Gülistan Ibrahim sah sich in ihrem politischen Engagement bestätigt: „Solche Veranstaltungen tragen viel dazu bei, unsere Vision einer Welt in Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Glück zu verwirklichen.“

Im Mittelpunkt des „Forums des Gedenkens“ stand die Auschwitz-Überlebende Erna de Vries. Die Jüdin berichtete den 400 Gästen, wie sie als 15-jähriges Mädchen zunehmenden Anfeindungen ausgesetzt war, die Schule verlassen und aus ihrer Heimatstadt Kaiserslautern nach Stuttgart umziehen musste.

Aus Solidarität mit ihrer Mutter ging Erna de Vries freiwillig ins Konzentrationslager – beide wurden in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Während die Mutter dort von den SS-Schergen ermordet wurde, schickten die Faschisten die Tochter zur Zwangsarbeit bei Siemens nach Ravensbrück. Unmittelbar vor Kriegsende erlebte Erna de Vries auf dem Todesmarsch ihre Befreiung.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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