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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Ammerländer wollen wissen: Warum gibt’s hier keine Wochenendarbeit?

20.12.2016

Ammerland Zwischen Neuenkruge und Oldenburg ist die A 28 erst in den vergangenen Wochen saniert worden. Verschlimmbessert, meinen manche Autofahrer. Denn statt einer ebenen Fahrbahn folgt Huckel auf Huckel. Kaum ist es mit den Sperrungen für die Asphaltierungsarbeiten vorbei, da folgen ständig neue Tagesbaustellen. Und in den Staus kommt es dann immer wieder zu Unfällen (so auch am Montag, siehe Seite 32).

Verantwortlich für die A 28 – aber auch die A 29 und viele weitere Baumaßnahmen im Ammerland – ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg. Das Amt und dessen Leiter Joachim Delfs stehen schon länger in der Kritik. Auch die zwei Jahre dauernde Baustelle an der Oldenburger Straße in Rastede hat die Behörde zu verantworten.

Leitfaden ignoriert?

In einer mündlichen Anfrage im Landtag hat die FDP die Probleme bereits thematisiert – und Bemerkenswertes erfahren. Im „Leitfaden zum Arbeitsstellenmanagement auf Bundesautobahnen“ heißt es u.a. „kleinere Asphaltierungsarbeitern werden vorwiegend zu verkehrsschwachen Zeiten oder nur in der Nacht ausgeführt“. Größere Bauarbeiten „werden so ausgeschrieben, dass Arbeiten grundsätzlich rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche“ stattfinden können. Zudem sollen Vertragsstrafen möglich sein, wenn Unternehmen zu lange bauen.

Nachtbaustellen oder 24-Stunden-Arbeiten klingen gut, sind für die Autofahrer in der Region aber weitgehend unbekannte Dinge. Auch zahlreiche NWZ -Leser hatten immer wieder Zeitplanung und Ausführung kritisiert.

Egon Harms als kommissarischer Vorsitzender der Ammerländer FDP fordert nun in einem offenen Brief verbindliche Antworten von der Behördenleitung.
- Leider sind uns weder Arbeiten am Wochenende noch rund um die Uhr bekannt. Sollte es in den vergangenen fünf Jahren welche gegeben haben, bitten wir um Angabe.
- Werden regelmäßig Vertragsstrafen für die Überschreitung von Fristen vereinbart bzw. verhängt?
- Werden Boni für Beschleunigungen vereinbart. Und wurden frühzeitige Fertigstellungen bereits verzeichnet? - Haben Firmen Angebote für schnellere Auftragsabwicklungen eingereicht?
- Welche Abschnitte auf der A 28 zwischen Westerstede und Oldenburg wurden in den vergangenen fünf Jahren wie oft saniert?
- Gibt es Qualitätskontrollen?
- Sind bereits Schadensersatzanforderungen gegen Firmen wegen mangelhafter Arbeiten ergangen?

Zweifel an Qualität

Harms betont, dass der vergleichsweise kurze Abschnitt zwischen Bad Zwischenahn und Oldenburg einem „Flickenteppich“ ähnele. „Das lässt Zweifel an der Qualität des Baustellenmanagements aufkommen“, so der FDP-Vorsitzende, der sich einen „konstruktiven Dialog“ wünscht.

Zunächst ist aber die Behördenleitung am Ball. Sobald die Antworten der Behörde vorliegen, wird die NWZ weiter berichten.  

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede/Oldenburg
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