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NWZonline.de Region Ammerland Politik

CDU will mit Berg hoch hinaus

17.08.2018

Westerstede Die erste Hürde hat Markus Berg genommen: Am Mittwochabend um 21.49 Uhr verkündete Wahlleiter Jens Nacke das Ergebnis der Mitgliederversammlung. Mit 33 Stimmen reichte es für den 39-jährigen Westersteder CDU-Chef gleich im ersten Wahlgang zur absoluten Mehrheit. Ralf Denker bekam 21 Stimmen, Hansi Kuhlmann vier.

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Vorbildlicher Wettstreit

Das hat es so bei der CDU auch noch nicht gegeben. Gleich drei Bewerber treten öffentlich gegen einander um die Bürgermeister-Kandidatur in Westerstede an. So etwas ist nicht ohne Risiko für den Frieden in der Partei und die Reputation der Beteiligten.

Doch die Bewerber haben gezeigt, dass man auch im fairen Wettstreit ohne Tricks und Kampagnen Wahlkampf machen kann. Das ist auch ein gutes Zeichen für die kommende Bürgermeisterwahl im Mai.

Es ist auch ein gutes Zeichen, dass gleich drei veritable Kandidaten hier angetreten sind. In Rastede, wo vermutlich auch im Mai gewählt wird, hat hingegen noch niemand (einschließlich dem amtierenden Bürgermeister) seinen Hut in den Ring geworfen.

Zuvor hatten sich die drei Westersteder den anwesenden Parteimitgliedern im Waldhotel Wittenheim vorgestellt. Berg, der bereits seit zwölf Jahren im Rat sitzt, legte seine Schwerpunktthemen vor. Neue Wohngebiete will er anschieben, bezahlbaren Wohnraum auch für ältere Menschen schaffen. Auch der Breitbandausbau, mehr Hortplätze und ein Abbau der Verschuldung sind ihm u.a. wichtig. Aber: Eine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer soll es mit ihm nicht geben. Ebenso sprach er sich gegen die Einführung von Straßenausbaubeiträgen aus.

Und was ist mit Verwaltungserfahrung? Diplom-Kaufmann Berg verwies darauf, dass er seit Jahren als Fraktionsgeschäftsführer der CDU in Oldenburg arbeitet, quasi als Bindeglied zwischen der Ratsfraktion und der Verwaltung.

Hansi Kuhlmann (46) wollte hingegen vor allem mit seiner Kompetenz im Bereich innere Sicherheit punkten. Er ist als Polizeihauptkommissar Experte ist in diesem Bereich. Ebenso in der Verkehrspolitik. Hier versprach er, für Verbesserungen in der Infrastruktur zu sorgen. Wie sein Ratskollege Berg hatte er zudem die Bereiche Wohnen, Gewerbe und Finanzen angesprochen. Thematische Unterschiede hatten die beiden jedoch nicht wirklich.

Dritter Kandidat war Ralf Denker (51). Der Dezernent beim Landkreis warf mehr als drei Jahrzehnte Verwaltungserfahrung in die Waagschale. Was ein Bürgermeister können muss, damit kenne er sich bestens aus. „Erfahrungskompetenz ist ganz wichtig“, betonte er. Und versprach, die Finanzen in den Griff zu bekommen, auch wenn die Ausgangslage alles andere als rosig sei. Da er kein Ratsmitglied ist, könne er den Blick von außen und frischen Wind mitbringen. Seine kompetente Vorstellungsrede kam gut an, reichte aber nicht, den Parteivorsitzenden zu überholen.

Am 26. Mai wird Markus Berg nun gegen Hilke Hinrichs (parteilos, derzeit Allgemeine Vertreterin von Bürgermeister Klaus Groß) sowie den Gastronomen Heinz Severin antreten. Für die SPD hat bisher nur Frank Lukoschus öffentlich seine Kandidatur angekündigt, für die UWG Michael Rösner. Die beiden müssen aber noch von ihren Parteien bestätigt werden.

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede/Oldenburg
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