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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Baupläne für Norderbäke gehen baden

28.02.2018

Westerstede Sie haben Unterschriften gesammelt, Transparente aufgehängt, sich in Sitzungen zu Wort gemeldet, Pressekonferenzen veranstaltet und Leserbriefe geschrieben. Die Mitglieder der Bürgerinitiative Norderbäke haben gekämpft – und sie haben gewonnen. Der geplante und eigentlich schon beschlossene Bau von mehreren Wohnblöcken ist vom Tisch. Der Grünzug entlang der Bäke bleibt so, wie er ist.

Rückblick: 2015 wurde auch im Zuge der Flüchtlingskrise der Wohnraum in Westerstede immer knapper. Die Stadt wollte für Neubauten sorgen. Denn es wurde für viele Menschen immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Vor allem Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen sind nach wie vor knapp.

Da passte es gut, dass der Grünzug entlang der Norderbäke sich in städtischem Besitz befindet. Dort hätte man ohne zusätzlichen Grundstückserwerb schnell bauen können. Ursprünglich war ein Teil der Grünflächen mal angekauft worden, um eine weitere Grundschule zu bauen. Nun sollten es Wohnungen werden. Von 56 Einheiten in zweigeschossigen Gebäuden war die Rede.

Das gefiel nicht nur den direkten Anwohnern nicht. Viele Westersteder fürchteten um den Grünzug, der bei Spaziergängern beliebt ist. Es bildete sich eine Bürgerinitiative. Und die sammelte in mehreren Wellen rund 3000 Unterschriften.

Was tun? Einfach bauen und die Argumente der Bürgerinitiative unter den Tisch kehren?

Im Rathaus entschied man sich anders. Man wollte einen Blick von außen haben. Und so wurde der mobile Gestaltungsbeirat der Architektenkammer Niedersachsen eingeschaltet. Deren Begutachtung bestätigte viele Argumente der Anwohner. „Das war ein demokratisch wichtiger Prozess mit einem spannenden Ergebnis“, meinte Bürgermeister Klaus.

Auch die Ratsfraktionen überzeugte das Gutachten. „Wir fühlen uns bestätigt“, meinte Stefan Töpfel von den Grünen, die das Projekt ohnehin stets kritisiert hatten. Hermann Rust (UWG) danke der Bürgerinitiative für ihren Einsatz. Er wünscht sich nun eine häufigere Einschaltung des Gestaltungsbeirats. Uwe Kroon (SPD) mahnte, dass „wir Antworten für ein verändertes Leben brauchen.“ Ganz ohne Nachverdichtung werde man in Westerstede nicht auskommen, denn preiswertes Wohnen müsse nach wie vor geschaffen werden. Nun aber anderswo. Lars Schmidt-Berg (CDU) lobte die „lehrreiche Diskussion“. Und Jürgen Drieling (FDP) meinte, die Norderbäke zeige, dass man in Westerstede mit den Bürgern in einem Dialog sei.

Wo nun stattdessen Neubauwohnungen entstehen sollen, war kein Thema im Bauausschuss. Gleichwohl hat sich nach Abebben des Flüchtlingsstroms die Lage auf dem Wohnungsmarkt wieder leicht entspannt. Zudem wird nun auch am Orchideenkamp gebaut, auch wenn dort nicht gerade das preisgünstige Marktsegment entsteht.

Jasper Rittner
Redaktionsleitung
Redaktion Westerstede/Oldenburg
Tel:
04488 9988 2601
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