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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Wie stark soll Westerstede wachsen?

14.09.2018

Westerstede Wie soll sich die Kreisstadt entwickeln? Das ist eine zentrale Frage für das Stadtmarketing. Zusammen mit dem Wirtschaftsforum wurden im Wirtschaftsausschuss der Politik die wichtigsten Eckdaten für die Zukunft Westerstedes erläutert.

Jan-Dirk Dunkhase vom (ehrenamtlichen) Wirtschaftsforum stellte dabei eine Zahl in den Raum, die in Westerstede noch für viele Diskussionen sorgen dürfte. 30 000 Einwohner formulierte er als Ziel für die nähere Zukunft der Stadt. Aktuell hat man gerade die Marke von 23 000 Bürgern überschritten. 7000 weitere würde ein Wachstum um fast ein Drittel bedeuten.

Vier Säulen hat das Wachstumsprogramm. Da ist zunächst der „Lebensmittelpunkt“. Das Wohnraumangebot ebenso wie die Verfügbarkeit von Bauplätzen müsse steigen. Auch die Kapazitäten an Schulen und Kitas müssten erhöht werden. Gleiches gilt für Freizeitangebote, Pflege für Ältere und den Einzelhandel. Sehr gut aufgestellt ist Westerstede bereits in Sachen medizinischer Versorgung.

Die nächste Säule sind die Gewerbeflächen. Hier müssten ausreichend Ressourcen bereitgestellt werden. Gleichzeitig sollte die Stadt gezielt Zukunftsgewerbe unterstützen. Und es müssen Argumente kommuniziert werden, warum man sich gerade in Westerstede ansiedeln sollte.

Womit die Säule drei – die Infrastruktur – ins Spiel kommt. Durch den Bau der A 20 bekommt Westerstede ein Autobahnkreuz. Auch die Nähe zum Jade-Weser-Port sei ein Standortfaktor. Sinnvoll wäre aber auch ein S-Bahn-Anschluss bzw. der ÖPNV-Ausbau in Richtung Oldenburg und Leer.

Säule vier umfasst den Bereich Arbeitskräfte. Hier solle stärker in Ausbildung investiert werden. Auch sei es wichtig, die vielen Pendler aus dem Umland zu Westerstedern zu machen.

Bei der Zahl 30 000 allerdings musste so mancher Ratsherr schlucken, wie Frank Oeltjen (SPD) einräumte. Sein Parteifreund Frank Lukoschus meinte: „Wenn wir nicht weiter wachsen, werden wir uns vieles nicht mehr leisten können. Gewerbe bringt Steuern. Geld sorgt für gute Schulen und Infrastruktur.“ Das konnte auch Markus Berg (CDU) mit unterschreiben. Ausschussvorsitzender Egon Harms (FDP) meinte, man müsse Betrieben auch eine Auswahl an Gewerbeflächen präsentieren können. Einzig Esther Welter (Grüne) zeigte sich skeptisch. „Warum müssen wir unbedingt wachsen? Wir sollten das pflegen, was wir haben.“

Konkret wird durch das vorgestellte Positionspapier die Stadtentwicklung allerdings noch nicht beeinflusst. Die nächsten Schritte werden Stück für Stück erfolgen. Und dort wird dann auch die Frage gestellt: Wo soll in Westerstede neuer Wohnraum entstehen – und wo neues Gewerbe?

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede/Oldenburg
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