• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Politik

Jugendbegegnung: Vorurteile zu Flucht und Migration abbauen

23.07.2018

Wiefelstede „Auch Jugendliche aus anderen Ländern haben durchaus Vorurteile, was Flüchtlinge angeht: Manchmal sogar mehr als Jugendliche in Deutschland“, sagt Svenja Oltmanns. Die gebürtige Wiefel­stederin ist Initiatorin des 2011 gegründeten Vereins „NaturKultur“ mit Sitz in Wiefelstede, der gerade mal wieder 63 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren bei einer internationalen Jugendbegegnung in Wiefelstede betreut. Gefördert werden diese Jugendbegegnungen aus dem EU-Projekt „Erasmus+“ und sind deshalb für die Teilnehmer äußerst günstig.

„Die Jugendlichen aus Deutschland etwa zahlen für alles lediglich 35 Euro“, rechnet Oltmanns vor. Die Jugendlichen kommen aus Deutschland, der Slowakei, Frankreich und Estland. Es ist die zweite Begegnung in Wiefelstede nach 2014. Thema der noch bis Dienstag dauernden Veranstaltung: „Flucht und Migration“.

„Wir wollen mit diesen Begegnungen Vorurteile abbauen – eben auch zu diesem Thema“, sagt Svenja Oltmanns, die derzeit in Bremen lebt und dort Soziologie studiert. In der Oberschule Wiefelstede, in der die Jugendlichen untergebracht sind, werden dazu Workshops abgehalten, „bei denen sich die Teilnehmer auch sehr stark selbst einbringen müssen“, sagt Oltmanns. Auch das Auswandererhaus in Bremerhaven wird besucht.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Die Jugendlichen verständigen sich auf Englisch. Wenn sie es nicht sprechen, kommen die Betreuer – 13 an der Zahl – ins Spiel. „Das funktioniert prima“, sagt die Studentin, die betont: „Offenheit, Neugierde und Kontaktfreudigkeit sind viel wichtiger.“

Mit dabei sind dieses Mal auch Jian (17) und Vian (18) Khalil. Die beiden Mädchen sind mit ihrer Familie aus dem Irak geflüchtet, kamen 2016 in die Gemeinde Wiefelstede. Sie wohnen in Nuttel. Sie hatten ein Plakat erstellt, auf dem sie ihre Flucht aus dem Irak beschrieben. Anhand des Plakats haben sie den anderen Jugendlichen ihre Flucht erläutert. Ein 16-Stunden-Fußmarsch vom Irak in die Türkei durch die Berge, dann in einem kleinen Schlauchboot mit 50 Flüchtlingen nach Griechenland, von dort mit dem Zug nach Österreich, dann mit dem Bus nach Deutschland. Jian versucht, diese Erlebnisse zu verdrängen: „Ich will mein Leben leben“, sagt die 17-Jährige. Ihre Schwester aber sagt: „So etwas vergisst man nie.“

Auch die anderen Teilnehmer der Begegnung hatten schon vor dem Eintreffen in Wiefelstede die „Hausaufgabe“, nach ausländischen Wurzeln in ihren Familien zu forschen – und ihre Ergebnisse dann vorzutragen.

An diesem Montag wollen die Teilnehmer ab 19 Uhr auf dem Schulhof der Grundschule Wiefelstede grillen – und möchten dazu alle Interessierten einladen“, sagt Svenja Oltmanns. Gern dürfen die Gäste dazu auch noch Salate oder zu Grillendes mitbringen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.