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NWZonline.de Region Ammerland Politik

SPD bringt Diakonisches Werk ins Spiel

27.02.2019

Wiefelstede Bei der Suche nach einem oder zwei neuen Trägern für die Kindertagesstätten Metjendorf (Schulweg) und Heidkamp zum 1. Januar 2020 soll nun ein Auswahlverfahren durchgeführt werden. Dies empfahl der Wiefelsteder Ausschuss für Generationen und Soziales in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig. Der Verwaltungsausschuss entscheidet über die Durchführung am 18. März in nichtöffentlicher Sitzung. Auf Antrag der SPD soll parallel ein Konzept zur Rekommunalisierung beziehungsweise zur Übertragung der Trägerschaft für die Kitas auf das Diakonische Werk Wiefelstede erarbeitet werden. SPD-Fraktionsvorsitzender Jörg Weden betonte, dass es seiner Fraktion dabei nicht um eine Vorfestlegung gehe; man wolle lediglich das Spektrum der Anbieter erweitert wissen.

Nicht zulässig

Der Gemeinderat hatte bereits im Dezember 2018 beschlossen, den bestehenden Trägerschaftsvertrag für die beiden Kitas mit der Kirchengemeinde Ofen zum 31. Dezember 2019 einvernehmlich zu kündigen. Hintergrund ist der Wunsch der Kirchengemeinde, die Trägerschaft zu diesem Zeitpunkt an den Verbund evangelisch-lutherischer Kindertagesstätten im Kirchenkreis Oldenburg-Stadt (ekito) abgeben zu wollen. Als rechtlich nicht zulässig erwiesen sich seitens der Gemeinde geplante, direkte Gespräche mit ekito über einen Entwurf für einen Trägerschaftsvertrag. Der Landkreis stellte fest: Die Gemeinde darf nicht direkt mit ekito verhandeln und die Trägerschaft auch nicht direkt an ekito übertragen.

Schwerpunkt Mitarbeiter

Deshalb soll die künftige Trägerschaft für die beiden Kitas nun in einem Auswahlverfahren ermittelt werden – wobei für die beiden Kitas auch zwei unterschiedliche Trägerschaften möglich sind, wie im Ausschuss nochmals betont wurde. Die Gemeinde wird sich bei der Suche nach dem oder den neuen Trägern eines Kriterienkatalogs bedienen, wie er auch schon bei der Suche nach einem Träger für die neue Metjendorfer Kita „Lüttje Padd“ zum Tragen kam, erklärte die Leiterin des Fachbereichs II „Arbeit, Familie und Soziales“ im Rathaus, Sigrid Lemp. Konzepte von Interessenten für eine Trägerschaft werden nach diesen Kriterien in einem Punktesystem bewertet – wobei der Ausschuss einstimmig empfahl, dem Bereich „Arbeits- und Vertragsbedingungen für Personal, Konzept zur Mitarbeiterbindung und -findung sowie Tarifbindung“ mit 30 statt wie geplant nur mit 10 Punkten zu bewerten. Hier einen neuen Schwerpunkt zu setzen, dafür hatte sich nicht nur René Schönwälder von den Linken in einem Antrag stark gemacht.

Besorgte Eltern

Im Vorfeld der Diskussion um das Auswahlverfahren hatten sich anwesende Eltern von in den Kitas betreuten Kindern in der Einwohnerfragestunde vor allem um die derzeitige Situation in der Kita Metjendorf sehr besorgt gezeigt. Der Gemeinde seien die „seit August unbefriedigenden Zustände“ um Personal und Betreuung auch mitgeteilt worden. Bürgermeister Jörg Pieper wurde gefragt, was die Gemeinde zur Verbesserung der Situation beigetragen habe? Dieser erinnerte daran, dass ein vom Kuratorium gebildeter Vorstand, dem jeweils zwei Vertreter der politischen Gemeinde Wiefelstede und der Kirchengemeinde Ofen angehören, gemeinsam mit den Leitungen der Kitas in 2019 für einen guten Betrieb in den Einrichtungen sorgen sollen. Dies sei allerdings erst im Januar beschlossen worden. Pieper bat „alle Seiten“ darum, sich ein wenig zurückzunehmen: „Es wurde viel übereinander, aber wenig miteinander geredet“. Ein Elternvertreter wies darauf hin, dass die Landesschulbehörde schneller aktiv geworden sei und eine Überprüfung der Kita angekündigt habe.

Auf die Frage einer Elternvertreterin, ob denn bei einer Entscheidung für eine oder zwei Trägerschaften auch die Wünsche der Eltern Berücksichtigung finden würden, erklärte der Bürgermeister, die Eltern könnten eine schriftliche Stellungnahme dazu abgeben. Die Entscheidung über Trägerschaften fälle jedoch die Gemeinde.

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