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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Satte Mehrheit für Standortsuche

02.10.2019

Wiefelstede Im Sommer brachte die SPD das Thema erneut aufs Tapet. Nämlich, als klar war, dass Rastede an seiner Gemeindegrenze zu Wiefelstede Windräder genehmigen werde (NWZ berichtete). Jörg Weden, Vorsitzender der SPD-Fraktion, warb noch mal eindringlich für sein Papier. Es sei wichtig und richtig, dass auch die Gemeinde sich vorbereite, um zum Klimaschutz einen Beitrag zu leisten. „Wir benötigen jedoch eine objektive Ermittlung von Potenzialflächen als Grundlage für weitere Entscheidungen, deshalb unser Antrag zur Erstellung einer Windpotenzialstudie, um auf die Zukunft vorbereitet zu sein“, so Weden.

Jens Nacke, der den Ratsvorsitz für die Aussprache abgab, erwiderte, dass sich seine Fraktion die Entscheidung, gegen eine Studie zu stimmen, nicht leicht gemacht habe. „Wir brauchen regenerative Energien.“ Aber der Wind sei eben unstet, der daraus erzeugte Strom ließe sich nicht speichern. Auch fände man in der Gemeinde keine Flächen mehr, die in einem Radius von zwei Kilometern frei von Bebauung seien. Das seien die vorgeschriebenen Abstandsflächen. „Wir haben das alles doch schon einmal besprochen.“ Wer für die Studie stimme, müsse auch für Windräder stimmen, die Menschen belasteten. „Es wird Widerstand geben“, prophezeite der CDU-Politiker. Hinsichtlich der Kosten für die Studie schlug er vor, diese bei 30 000 Euro zu deckeln. Bürgermeister Jörg Pieper warf ein, dass es die für unter 30 000 Euro gebe.

Jens-Gert Müller-Saathoff von den Grünen wies auf die dramatischen Folgen des Klimawandels hin. „Bei einer Anlage zur Wasserstoffgewinnung durch saubere Windenergie in Conneforde könnten wir Pionierarbeit leisten. Ein Konsortium, das aus Gas und Strom Wasserstoff gewinnen will, hat auch Conneforde als möglichen Standort für solch eine Anlage ausgeguckt (NWZ berichtete).

FDP-Fraktionsvorsitzender Hartmut Bruns warnte davor, bei der Klimadiskussion das Pferd von hinten aufzuzäumen. „Wir wollen doch alle dieselbe Richtung.“

„Wir warten und gucken, das Klima wartet nicht“, sagte UWG-Fraktionsvorsitzender Ralf Becker. Ein junger Mann habe ihm sinngemäß gesagt, dass die Auswirkungen der politischen Untätigkeit beim Klimawandel erst dann voll zuschlügen, wenn die aktuell verantwortliche Generation tot sei. „Das hat mich betroffen gemacht.“ Die UWG stimmte wie Grüne und Linke für eine Analyse. Das Ergebnis fiel dann deutlich aus: 17 Ja-Stimmen, neun Nein-Stimmen, zwei Enthaltungen.

Jens Schopp Redakteur / Regionalredaktion
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