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NWZonline.de Region Ammerland Politik

Tierwelt: „Wölfe werden künftig bei uns leben“

21.03.2015

Frage: Im Nordwesten Deutschlands, auch in der Gemeinde Edewecht, wurde ein Wolf gesichtet. Die Aufregung um das Raubtier ist groß. Wie sehen Sie das?

Fittje: Die Menschen sind verunsichert. Es gibt Nachrichten über Wölfe in der Nähe von Waldkindergärten, über getötete Schafe und Kälber und andere Nachrichten, in denen der Wolf als ungefährlich und menschenscheu dargestellt wird. Wir alle, auch die Jäger, haben zum größten Teil keine eigenen Erfahrungen mit Wölfen. Hinzu kommt, dass der Wolf in eine kontroverse Diskussion geraten ist. Es gibt Befürworter, die ihn harmlos reden, und kritische Bürger, die eher vorsichtig sind. Tatsache ist: Der Wolf ist ein großes Raubtier.

Frage: Jahrelang hatten viele gehofft, dass der Wolf wieder nach Deutschland zurückkehrt. Nun ist er zurück und reißt auch Nutztiere. Glauben Sie, dass Wolf und Mensch „miteinander“ leben können oder sollte man alles tun, um die Tiere zu vergrämen?

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Fittje: Der Wolf hat einen hohen Schutz durch europäische und deutsche Gesetze. Er darf nicht ohne besondere Genehmigung vergrämt oder gefangen werden. Das führt dazu, dass der Mensch für den Wolf kein Feind mehr ist, dem das Tier weiträumig ausweichen muss. Die Zahl der Wölfe auch in unserer Region wird in den kommenden Jahren ganz erheblich zunehmen. Die Zuwachsrate der Population beträgt jährlich mindestens 30 Prozent. Wir werden uns, falls es in den gesetzlichen Regelungen keine Änderungen gibt, auch in Edewecht an den Wolf als Teil unserer Umwelt gewöhnen müssen. Ich habe allerdings große Bedenken, ob das immer gut geht. Das kleinstrukturierte Ammerland ist eben nicht das dünn besiedelte Ostbrandenburg.

Frage: Mit einer Petition haben sich mehrere tausend Menschen gegen die Genehmigung des Umweltministeriums gewandt, die beinhaltet, dass der durch die Region streifende Wolf „in letzter Konsequenz“ getötet werden dürfe. Ist zu befürchten, dass übereifrige Jäger Jagd auf den Wolf machen?

Fittje: Ich kann allen Jägern nur dringend raten, sich nicht an einer Jagd auf den Wolf zu beteiligen. Auch nicht, wenn das Umweltministerium einen Wolf zum Erlegen frei gibt. Über den Erleger und alle Jäger würde in den sozialen Medien ein Unwetter hereinbrechen. Der Wolf ist nicht im Jagdrecht und das ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch gut so. Wir Jäger begegnen dem Wolf deshalb so wie jeder andere Bürger, der nicht Jäger ist. Der Wolf und die Folgen seiner Wiederkehr sind ein Problem der Politik. Da liegt die Verantwortung für alles was geschieht.

Frage: Was empfehlen Sie als Leiter des Hegerings Edewecht Jägerinnen und Jägern? Wie soll man sich verhalten, wenn man einem Wolf begegnet?

Fittje: Jäger haben gegenüber dem Wolf keine anderen Rechte als andere Bürger. Wie man sich richtig verhält, wenn man in der Natur einem Wolf begegnet, weiß ich nicht. Der Wolf ist ein Raubtier und sollte bei normalem Verhalten Menschen meiden. Wenn er das nicht tut, stellt er eine potenzielle Gefahr dar, deren Größe ich nicht bewerten kann.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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