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NWZonline.de Region Ammerland Politik

„Wohnqualität in Westerstede leidet“

02.04.2019
Betrifft: „Rat beschließt umstrittene Bebauung“, NWZ vom 28.März 2019 und weitere Berichterstattung zum Bebauungsplan Alter Bahnhof

Gehe ich durch meinen Wohnort, fällt mir folgendes auf: Wo bisher schöne alte Häuser, umgeben von blühenden Gärten standen, sehe ich jetzt scheußliche, unförmige Wohnblocks. Zwischen die Einfamilienhäuser quetscht man diese Wohnsilos. Das vertraute Bild meiner Stadt schwindet zusehends. Hohe Wände werfen Schlagschatten auf Nachbarhäuser und nehmen diesen das Sonnenlicht. Die Wohnqualität ist erheblich beeinträchtigt und damit verlieren die Immobilien der Anwohner an Wert. Ich stelle mir folgende Frage: Nach welchen Kriterien entscheidet das Stadtbauamt über Baugenehmigungen? Gäbe es nicht andere Möglichkeiten einer Lückenbebauung in Westerstede? Ich denke da an Reihenhäuser, Bungalows o.ä. Oder wird alles dem höchstmöglichen Profit des Grundstückseigentümers unterworfen?

Fritz Heske
Westerstede

Sehr geehrte Mitglieder des Rates Westerstede, am Freitag habe ich der NWZ entnommen, dass die Unterschriftenliste gegen die Abholzung am ehemaligen Bahnhof übergeben wurde. Ich kann es jedoch kaum glauben, dass der Ärger der Bevölkerung noch nicht bis zu unserem Bürgermeister vorgedrungen sein soll. Dieser hat doch immer ein feines Gespür für die Westersteder bewiesen. Mag sein, dass es sich bei diesem Grünstreifen im Moment um eine Industriebrache handelt, mich erinnert dieser jedoch sehr an meinen Besuch in New York City und die dortige High Line. Hier wurde durch den Protest von Anwohnern der Abriss eines Gebäudes am Bahngelände verhindert und die Nutzung der Anlage als öffentlicher Park vorgeschlagen. Dafür gab es ein Vorbild in Paris, die Promenade peripherique. Die besondere Atmosphäre der High Line hat mir sehr imponiert, besonders das Engagement der Freiwilligen, diesen Abschnitt immer weiterzuentwickeln und zu pflegen.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieser Streifen mit entsprechender Pflege zu einem Anziehungspunkt für Westerstede werden könnte, z.B. für Mitarbeiter der angrenzenden Firmen, des Finanzamtes, des Landkreises als Treffpunkt in der Mittagspause oder für alle Bürger und Touristen in der Freizeit. Besonders mit der Einbindung des alten Bahnhofs als Restauration und kultureller Treffpunkt (in New York haben sich im Bereich der High Line viele Künstler niedergelassen) könnte dieser Streifen zu einer Bereicherung der Gesundheitsstadt Westerstede werden.

Es würde mich als Westerstederin sehr stolz machen, wenn sich die Stadt Westerstede in der Liste der Nachahmer der High Line in Paris, Wien, München und Leipzig (Quelle Wikipedia) wiederfinden würde.

Anke Buhr
Westerstede

War klar, wie die Entscheidung am Bahnhof ausfällt, man wusste es vorher schon. „Westerstede, die Stadt im Grünen“, die eigentlich ihrem Namen Ehre machen sollte und nicht wie schon am Orchideenkamp jetzt auch noch am Bahnhof Betonsilos aufstellen lässt. Büroräume brauchen nicht mitten in der Stadt ansässig sein. Viele Bürger haben mit Unterschriften und der Menschenkette gegen die Bebauung gestimmt, aber die Meinung der Bürger ist jetzt unwichtig, bei der nächsten Wahl ist sie plötzlich wieder wichtig. Hier wird nur an den finanziellen Ertrag gedacht, nicht an die vielen Kleinstlebewesen, die dort noch etwas Fläche für sich haben.

Marlies Oltmanns
Westerstede

 Nun hat der Westersteder Rat also eher profitgierig die nächste Fehlentscheidung getroffen. Mit einem ähnlichen Mangel an Feingefühl wurde auch das alte Backsteingebäude der Brakenhoff-Schule, das so vorteilhaft in das Umfeld der Petri-Kirche passte, abgerissen, um billigen Putzbauten Platz zu machen.

Bei unserem Bahnhof werden nun zur Argumentation sogar „Altlasten“ im Boden erfunden. Dort (Höhe Bahnsteig) gab es nie einen Lagerplatz – woher sollen bitte die Altlasten kommen, oder haben Bodenproben etwas ergeben? Sicher nicht! Ganz abgesehen davon, wie undifferenziert das gesamte ehemalige Bahngelände beurteilt wurde, war es doch leider nur naiv, noch eine weitere Verfremdung des ehemaligen Bahngeländes mit auch wer weiß wie vielen Gegenmeinungen verhindern zu wollen. Da hatten die Verantwortlichen in unserer Stadtverwaltung – und so wie ich höre, nur zum Entsetzen vieler Westersteder – mit diesem desaströsen Glas-Beton-Klotz direkt vorm Bahnhof das Ambiente des altehrwürdigen Bahnhofs doch sowieso schon ein für alle Mal versaut und damit die Marschrichtung weiterer „Kultur“ an der Haustür Westerstedes im Sinne von „lukrativ“ vorgegeben. Das nun irgendwie als „demokratische Entscheidung“ abzunicken, ist doch nur komisch.

Renke Hanken
Westerstede

 Beim Lesen des o.g. Berichts habe ich den Eindruck gewonnen, dass der Rat der Stadt Westerstede mehrheitlich den obigen Beschluss gefasst hat unter dem Motto: Überall in der Welt werden Natur und Biotope zerstört; dazu wollen wir auch unseren Beitrag leisten!

Werner Thoms
Westerstede

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