Augustfehn - Es war eine standesgemäße Verbindung – die Hochzeit des 44-jährigen verwitweten Erbgroßherzogs Friedrich August von Oldenburg und der 27-jährigen Elisabeth Alexandrine Mathilde Auguste, Herzogin von Mecklenburg-Schwerin. Liebe spielte bei der Heirat im Oktober 1896 keine Rolle.

„Kein Himmel voller Geigen, sondern Staatsräson – unglückliche Ehen im deutschen Hochadel des 19. Jahrhunderts am Beispiel der Großherzogin Elisabeth von Oldenburg“ heißt dann auch das Thema, das Dr. Hans-Gerd Dahmen für seinen Vortrag wählte, den er diesen Donnerstag, 30. November, in Augustfehn halten wird. Der Ocholter ist zu Gast beim „Politischen Stammtisch“, einer Veranstaltungsreihe, die die Kreisvolkshochschule Ammerland anbietet und die der Augustfehner Norbert Zwingmann organisiert. Von 9.30 bis 11.45 Uhr unternehmen die Gäste im katholischen Pfarrheim, Hauptstraße 433, eine Zeitreise in die Geschichte des Oldenburger Landes, einer historisch interessanten Region, mit durchaus royaler Vergangenheit und Bezug zum ammerländischen Rastede, heißt es in der Ankündigung. Auf den ersten Blick scheine das Thema recht „friedlich“ zu sein, doch enthielt es im 19. Jahrhundert durchaus Sprengstoff, weil nicht selten adelige Frauen nach ihrer Heirat in das Spannungsfeld von Fremdbestimmung, männlicher Dominanz und ihren eigenen Wünschen und Gefühlen gerieten.

Am „Politischen Stammtisch“ können alle Interessierten teilnehmen. Kaffee, Tee und Mineralwasser stehen bereit, die Leitung des Vormittags hat Norbert Zwingmann.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede