Westerstede/Apen - Wenn Polizeioberkommissar Olaf Globisch zu Fuß oder mit dem Dienstrad in der Gemeinde Apen oder der Stadtgemeinde Westerstede auf Streife ist, weiß er nie, was ihn erwartet. „Manche Menschen sind irritiert, wenn sie mich sehen, weil sie gleich daran denken, dass etwas passiert sei, wenn die Polizei unterwegs ist. Aber wenn ich dann ich mit Bürgern ins Gespräch komme und dem einen oder anderen helfen kann, sind viele angetan. Und mancher kennt mich ja auch. Es ist von Vorteil, dass ich zuvor im Einsatz- und Streifendienst der Polizei Westerstede war und obendrein gebürtiger Westersteder bin.“
Seit einem Jahr hat Olaf Globisch einen besonderen Job: Der 56-Jährige ist Kontaktbereichsbeamter, das heißt Globisch pflegt den Kontakt zwischen Bürgern und Polizei und ist Ansprechpartner bei Problemen. Die sind vielfältiger Natur: „Im Ammerland sind viele Touristen unterwegs. Oft werde ich von ihnen nach dem Weg gefragt, Menschen wollen wissen, so sie essen gehen können oder wie sie zu Deutschlands größten Rhodo-Park zu Hobbie nach Petersfeld kommen“ .
Vielfältige Themen
Doch natürlich seien es auch polizeiliche Belange. So habe so mancher Fragen rund ums Thema Radfahren. Gibt es eine Helmpflicht für Radfahrer? Nein, die gäbe es nicht, aber es sei schon sehr sinnvoll einen Helm zu tragen, sagt Globisch. Immer wieder erkundigten sich Menschen auch danach, ob man mit dem Elektrorad auf dem Radweg oder auf der Straße fahren müsse. Auf Elektrorädern (mit Nummernschild) habe man grundsätzlich auf der Straße zu fahren und dürfe nur dann einen Radweg nutzen, wenn der Weg das Zusatzschild „Mofas frei“ oder „E-Bikes frei“ habe, so Globisch.
Pedelecs (bis 25 km/h) gelten als Fahrräder und deshalb müsse man (nur) dann auf dem Radweg fahren, wenn dieser benutzbar sei und ein blaues Radweg-Schild dazu verpflichte. Das Thema Verkehrssicherheit sei jedoch insbesondere der Aufgabenbereich seiner Kollegin Helga Behrmann, mit der Globisch eng zusammenarbeite.
Enge Zusammenarbeit
Manchmal vertrauen Menschen dem Kontaktbereichsbeamten auch an, dass sie auf Betrüger hereingefallen seien. Erster Ansprechpartner sei er häufig auch, wenn Menschen Fragen zum Thema Einbruchschutz hätten, wobei Globisch dann auf seinen Kollegen Dennis Dähnenkamp erweise, der bei der Polizei als Sachbearbeiter für den Bereich Prävention tätig sei.
Die enge Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen sei bei seiner Tätigkeit ein wichtiger Aspekt. Obendrein unterstützt Globisch die Schiedsleute aus beiden Gemeinden, wenn es um Nachbarschaftsstreitigkeiten gehe. „Ich bin die neutrale Schweiz und vermittele in solchen Fällen“, sagt der 56-Jährige. Nachbarschaftsprobleme würden auch häufig in seinen Bürgersprechstunden an ihn herangetragen.
Sprechstunden
Seit Frühjahr gibt es das Angebot: An jedem ersten Dienstag im Monat von 16 bis 17 Uhr im Aper Rathaus, an jedem zweiten Dienstag im Monat von 16 bis 17 Uhr in der Polizeistation Augustfehn an der Mühlenstraße und an jedem dritten Dienstag im Monat von 16 bis 17 Uhr im Westersteder Polizeigebäude, Wilhelm-Geiler-Straße 12. Anfangs seien die Sprechstunden schleppend gelaufen, doch nun kämen mehr Bürger.
Dort, wo viele Menschen sind, hält sich Olaf Globisch oft auf, um auch dort polizeiliche Präsenz zu zeigen und den Menschen ein Sicherheitsgefühl zu vermitteln. Dieses Wochenende ist das in Augustfehn der Fall, wenn der Polizeioberkommissar das Fest der 1000 Laternen besucht.
Erreichbar ist der Kontaktbereichsbeamte unter Tel. 04488/833-176 oder per Mail unter „olaf.globisch@polizei.niedersachsen.de“.
