Westerstede - Die Deutsche Post hat sich endgültig vom alten Standort an der Poststraße 2 in Westerstede verabschiedet. Im November 2020 war bereits die Filiale der „Hauptpost“ mit der Schalterhalle und dem Postgeschäft geschlossen worden. Zuletzt konnten die Kunden dort nur noch ihre Schließfächer bedienen. Im hinteren Bereich des Gebäudes befand sich das Zustellzentrum, das ebenfalls weiterbetrieben wurde. Hier wurden Pakete und Briefe auf die verschiedenen Zustellbezirke in Westerstede verteilt und schließlich von den Postboten an die Zieladressen gebracht.
Jetzt wurden die Kunden auf die endgültige Schließung des Standorts hingewiesen. Auf einem Aushang im Eingangsbereich hieß es: „Wir ziehen am 10. Oktober in unseren neuen Standort. Am 10. Oktober können Sie Ihre Postfachsendungen noch bis 10 Uhr wie gewohnt an der Poststraße 2 abholen.“
Umzug an einem taG
Am Montag herrschte dann großer Betrieb in dem Gebäude und auf dem Außengelände. Umzugswagen wurden bepackt, die Schließfächer abgebaut. Denn das Zeitfenster war eng gesteckt: Bereits an diesem Dienstag soll der Betrieb am neuen Standort wieder aufgenommen werden. Der Neubau im Gewerbegebiet Hansacker 30 ist gerade fertig geworden. In dem neuen Zustellstützpunkt werden die Pakete und Briefe der Westersteder künftig ankommen und weiterverteilt. Wer ein Schließfach hat, muss sich nun ebenfalls auf den Weg zum Hansacker machen.
bessere bedingungen
Für die Post bringt der Standort Verbesserungen mit sich: „An dem neuen Stützpunkt steht mehr Platz zur Verfügung. Es sind moderne Räumlichkeiten, und die Mitarbeiter haben dort bessere Arbeitsbedingungen“, erklärte Dr. Hans-Christian Mennenga, Leiter Regionale Kommunikation Nord der Deutsche Post DHL Group. Einzelheiten sollen in Kürze noch vorgestellt werden.
Neue Partner-Filiale
Beim eigentlichen Postgeschäft müssen die Kunden auf die Kooperationspartner zurückgreifen. Ärger hatte es nach der Schließung der „Haupt-Post“ in Westerstede immer wieder gegeben, weil Kunden zum Abholen von Paketen, die nicht zugestellt werden konnten, teilweise bis nach Ocholt fahren mussten. Zum Abholen von Einschreiben und nicht zugestellter Post oder auch bei Express-Sendungen musste unter anderem die Stadtverwaltung regelmäßig längere Wege bis Ocholt in Kauf nehmen.
Im kommenden Monat wird sich die Situation etwas entspannen, denn ein weiterer Dienstleister kommt hinzu. Am 3. November wird eine neue Partner-Filiale in der Papeterie Wehlau, Poststraße 1, eröffnet.
