Westerstede - Bienen sind immens wichtig für die Bestäubung von vielen Nahrungsmitteln – vom Apfel bis zum Raps. Um das Nahrungsangebot zu erweitern, werden immer mehr Bienenweiden angelegt. Wer einen Garten oder Balkon hat, kann mit den richtigen bienenfreundlichen Blumen ebenfalls einen Beitrag leisten.

Auch der Imkerverein Bad Zwischenahn-Westerstede hat sich Gedanken gemacht und eine großangelegte Pflanzaktion ins Leben gerufen. 29 000 verschiedenfarbige Krokuszwiebeln wurden in den vergangenen Wochen von Mitgliedern des Imkervereins Bad Zwischenahn-Westerstede in allen Ammerland-Gemeinden in den Boden gebracht. Dazu haben sie sich vor Ort Mitstreiter gesucht und das Vorhaben gemeinsam mit Dorfgemeinschaften, Vereinen, Kirchengemeinden und anderen verwirklicht.

Die Krokusse wurden in Absprache mit den Gemeinden auf Plätzen, an Straßen und Wegrändern und weiteren öffentlichen Flächen in kleinen Gruppen gepflanzt. Sie werden im Frühjahr überall ein buntes, üppig blühendes Bild bieten – und es werden mehr, weil sie verwildern und sich verbreiten. Beschafft wurden die Zwiebeln mit Hilfe von Fördermitteln der Niedersächsischen Bingo Umweltstiftung. Diese hatte 2880 Euro bewilligt.

„Die Frühblüher sind mit ihrem Nektar- und Pollenangebot eine erste wichtige Nahrungsquelle für Honigbienen und andere Insekten“, erklärt Klaus Ohliger, der gemeinsam mit Ute Aderholz Initiator der Aktion ist. „Die Bestäubungsleistung der Bienen für unsere Nutzpflanzen ist immens, deshalb müssen sie unterstützt werden.“ Wenn es deutlich weniger Bienen gebe, habe das massive negative Auswirkungen. Ein Beitrag dazu sei die Schaffung eines Nahrungsangebotes im zeitigen Frühjahr, so Ohliger.

In einer gemeinsamen Aktion mit dem Verein Küchengarten Jaspershof und dem Verein Liza (Landschaftsinformationszentrum Ammerland) wurden Mitte Oktober zum Abschluss des Projektes noch mehrere Tausend Krokusse auf den Flächen beim Lehrbienenstand, im Küchengarten und am Jaspershof in Westerstede gesteckt. Auch die Naju-Kindergruppe hatte sich beteiligt.

Wer ebenfalls Frühblüher im Garten anlegen möchte, kann noch bis in den November hinein Krokusse oder auch Blausternchen, Winterlinge, Schneeglöckchen, Traubenhyazinthen oder Lerchensporn pflanzen als Beitrag für ein frühes Nahrungsangebot für Insekten.

Kerstin Schumann
Kerstin Schumann Redaktion Westerstede