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Radrouten im Ammerland Diese Paten haben 800 Kilometer im Blick

Auf Kontrolltour: Diese und weitere Patinnen und -paten kümmern sich um die Qualität der touristischen Radrouten im Ammerland.

Auf Kontrolltour: Diese und weitere Patinnen und -paten kümmern sich um die Qualität der touristischen Radrouten im Ammerland.

Ammerland-Touristik

Ammerland - Viele Touristen erkunden das Ammerland mit ihren Fahrrädern. Sie können sich anhand der Zielwegweiser orientieren, eine der 15 Themenrouten sowie die große Ammerland-Route abfahren oder sich über das Knotenpunkt-System eine individuelle Rundtour zusammenstellen. Auch Einheimische wissen die gute Infrastruktur für Radfahrer zu schätzen – sei es für den Weg zur Arbeit oder in der Freizeit.

Kontrollfahrten

Dass die Ausschilderung perfekt ist und die Wege gut passierbar sind, dazu wollen 14 Ehrenamtliche des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) beitragen. Noch vor dem Saisonstart sind die sogenannten Routenpaten auf den Radwegen im Landkreis unterwegs, kontrollieren, nehmen Mängel auf und geben diese weiter. Auch zahlreiche Verbesserungen werden von den Radfahrexperten vorgeschlagen. Vielfach unternehmen sie auch noch ein zweites Mal im Jahr eine Kontrollfahrt. Das Netz umfasst aktuell rund 800 Kilometer Strecke.

Neues Kartenset

Zum Start in die neue Radsaison gibt die Ammerland-Touristik ein neues Radwanderkartenset heraus. Das Kartenset besteht aus einem Ringbuch, in dem auf 38 Seiten die 15 Themenrouten vorgestellt werden. Außerdem finden Radtouristen und andere Interessierte noch viele nützliche Informationen zum Knotenpunktsystem, zur Ausschilderung und der digitalen Navigation.

Das neue Kartenset ist ab sofort bei allen touristischen Informationsbüros im Ammerland erhältlich. Der Preis für das Kartenset beträgt 7,90 Euro. Weitere Informationen gibt es bei der Ammerland-Touristik, Ammerlandallee 12, in Westerstede, unter Telefon 04488/56-3000, per E-Mail an atis@ammerland.de und auf

In den Umschlagseiten befinden sich herausnehmbare Radwanderkarten zu den Routen im DIN-A3-Format. „Durch die ungebundene Lagerung der Karten im Umschlag konnten wir die Karten vergrößern und die Lesbarkeit im neuen Maßstab von 1:35 000 deutlich verbessern. Neben gastronomischen Tipps und den eingetragenen Sehenswürdigkeiten entlang der Routen haben wir nun auch die dauerhaft öffentlich zugänglichen Toiletten eingezeichnet“, berichtet Frank Bullerdiek, Chef der Ammerland-Touristik.

Das neue Kartenset ist ab sofort für 7,90 Euro bei allen touristischen Informationsbüros im Ammerland erhältlich. Weitere Informationen gibt es bei der Ammerland-Touristik, Ammerlandallee 12, in Westerstede, unter Telefon 04488/56-3000, per E-Mail an atis@ammerland.de und im Internet.

2011 sei das Konzept entstanden, ein Jahr später hätten die Aktiven die Routen-Patenschaft über die seinerzeit neu eingerichteten Themenradrouten im Ammerland übernommen, erinnert sich Vorstandsmitglied und Koordinator Friedhard von Seggern (75). Wie der Bad Zwischenahner erklärt, sei daraufhin ein Leitfaden und ein Qualitätssicherungssystem entwickelt worden. In einem Protokoll werden die Erkenntnisse der Routenpaten zusammengefasst und mit Fotos dokumentiert. Eine Mängelstatistik diene der Erfolgskontrolle.

Mängel beheben

Und was geschieht mit der Mängelliste? Diese werde an die Ammerland-Touristik geschickt, die dann die notwendigen Schritte unternehme oder an die zuständigen Stellen weitergebe – beispielsweise an den Schilderwart oder an die Bauhöfe der Gemeinden, erklärt der Fachmann.

Die Patinnen und Paten haben bei ihren Kontrollfahrten unter anderem die Beschilderung im Blick. „Sie kann zugewachsen sein oder auch fehlen“, nennt von Seggern Beispiele. Manchmal sei auch die Position nicht sinnvoll oder ein weiteres Schild erforderlich. Hin und wieder gebe es auch Unzulänglichkeiten bei Schnittstellen von Routen oder im Übergang zu benachbarten Radverkehrsnetzen.

Die Wegequalität werde ebenfalls kontrolliert. „Ein zu schmaler Weg ist im Begegnungsverkehr unfallträchtig“, betont der Koordinator. Auch ein schlechter Fahrbahnzustand werde moniert.

Länger dauernde Baustellen könnten ebenfalls zu Problemen führen. „Touristen sind auf Hinweise für geeignete Umgehungsmöglichkeiten angewiesen, damit sie den Anschluss an die Route wiederfinden“, weiß von Seggern. Auch dafür hat er einen Leitfaden für eine Lösung entwickelt.

Geeignete Umleitung

Die Umleitung wird nun auf einem Kartenausschnitt ausgewiesen. Die Routenpatinnen und -paten überwachen aber auch den Zustand der Schutzhütten und Rastplätze. Diese sollten vollständig in das Kartenmaterial übernommen und entsprechende Fotos in der Online-Darstellung hinterlegt werden, wünschen sich die Radfahrexperten. Aber auch sonst ist der ADFC mit seinen mehr als 300 Mitgliedern im Ammerland sehr aktiv. Die Ortsgruppen bieten Ausfahrten an und engagieren sich für eine Fortentwicklung des Radwegenetzes. So wird der Verband am Radverkehrskonzept, das der Landkreis entwickelt, beteiligt. Und speziell für Bad Zwischenahn soll ein Wunschradnetz (ADFC-Mapathon) erarbeitet werden.

Kerstin Schumann
Kerstin Schumann Redaktion Westerstede
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