Westerstede - Als aktives Mitglied des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ist Michael Möller häufig mit dem Rad im Ammerland unterwegs und führt außerdem als ADFC-Tourguide auch Radfahrergruppen durch die nähere Umgebung von Westerstede. Dabei ist ihm aufgefallen, dass an etlichen Wegen das Zeichen „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ steht. „Damit werden allerdings auch Radfahrer ausgesperrt und das zum Teil auf touristischen Routen“, findet er.
„Ich befahre diese Strecken regelmäßig und halte eine Legalisierung für dringend erforderlich, um Radtouristen nicht zu verunsichern“, sagt Möller. Gerade anlässlich der 900-Jahr-Feier der Stadt Westerstede würden besonders viele Besucher im Ammerland erwartet.
Ammerlandroute
So hat Möller Wegekreuze und Abzweigungen entdeckt, auf denen eine ausgewiesene Route in die Richtung zeigt, in der auch die bekannten runden Schilder mit weißer Fläche und rotem Rand stehen, die ein Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge aller Art bedeuten. Gesehen hat er dies zum Beispiel auf dem Seghorner Weg (Ammerlandroute) oder auf dem Torsholter Kirchweg. Aber auch andere reizvolle Wege sind mit dem Verbotsschild gekennzeichnet. „Gerade als Freizeitradler möchte ich gerne diesen oder jenen Weg ausprobieren und nicht immer entlang der Landstraße fahren“, bedauert Möller. Er hofft nun auf eine Legalisierung, indem ein Zusatzzeichen „Radfahrer frei“ angebracht oder das Verkehrszeichen 260 (Verbot für ein- und mehrspurige Kraftfahrzeuge) verwendet wird.
Das sagt die Stadt
Zuständig für das Anbringen der Schilder ist die Stadt Westerstede, der Landkreis als Straßenverkehrsbehörde muss das An- oder Abbauen jedoch anordnen. Grundsätzlich müsse unterschieden werden, ob es sich um Privatwege und nicht öffentlich ausgewiesene Wege handele oder nicht, erläutert Rolf Hinrichs, Leiter des Westersteder Bauamts, das Prozedere. „Bei den touristischen und öffentlichen Wegen werden wir die Situation überprüfen und gegebenenfalls mit dem Landkreis Rücksprache halten“, erklärte Hinrichs.
