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Rasteder Tennisclub wird 60 Aufschlag zu besonderer Saison

Rastede - Gutes Timing: Zum ersten Mal seit zwei coronageplagten Jahren konnten die Sportler des Rasteder Tennisclubs eine „normale“ Saisoneröffnung abhalten. Dass der Verein in diesem Jahr zudem sein 60-jähriges Bestehen feiert, sorgte für einen zweiten Grund zur Freude.

320 Mitglieder aktiv

„Unser Club ist eine kleine Erfolgsgeschichte“, sagt auch der erste Vorsitzende, Jörn Ksinsik, zufrieden. Mit 320 Mitgliedern als reiner Tennisverein zählt der RTC zu den größten Vereinen der Gemeinde. In der aktuellen Sommersaison stellen die Rasteder 17 Mannschaften. „Das ist für uns schon extrem viel. An den Spieltagen der Erwachsenen am Sonntag ist die Anlage komplett voll“, sagt Ksinsik: „Da kommen wir mit unseren sechs Sandplätzen schon manchmal an unserer Grenzen.“

1962 gegründet

Seit der Gründung in 1962 sei der Verein kontinuierlich gewachsen, sagt der Vorsitzende. So konnten nun auch vier Sportler geehrt werden, die seit mehr als 50 Jahren dabei sind. Im weiteren Verlauf des 60. Vereinsjahres haben die Rasteder immer wieder kleinere Events für die Mitglieder geplant. Unter anderem will sich der RTC auf dem Familientag in Rastede Mitte Juni präsentieren und zudem ein Sommerfest auf die Beine stellen. „Und unsere Weihnachtsfeier soll in diesem Jahr auch etwas größer ausfallen“, sagt Ksinsik mit einem Lachen.

Saisonauftakt

Nicht nur die Rasteder greifen an diesem Wochenende zum ersten Mal im Punktspielbetrieb in dieser Sommersaison zum Schläger. Auch weitere Ammerland-Teams tragen ihre ersten Duelle aus.

Auswärts gefordert sind am Sonntag ab 11 Uhr die Männer des TV GW Bad Zwischenahn beim TK Nordenham. Nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr treten die Ammerländer nun in der Verbandsliga an und wollen sich dort beweisen.

Ebenfalls für die Verbandsliga haben die Männer50 des TV Metjendorf gemeldet. Die Routiniers beginnen ihre Saison an diesem Sonntag um 10 Uhr mit einem Heimspiel gegen den TC SR Papenburg.

Bei den Frauen eröffnet die zweite Mannschaft des SVE Wiefelstede an diesem Samstag um 15 Uhr die Landesliga-Saison. Die ersten Punkte im Kampf um den Klassenerhalt wollen die Ammerländerinnen im Heimspiel gegen den TC Südbrookmerland einfahren.

Auf eigener Anlage sind auch die Frauen40 des TV GW Bad Zwischenahn gefordert. In der Verbandsklasse erwarten die Ammerländerinnen an diesem Sonntag um 11 Uhr den TV Hasbergen zum Duell. Ziel für die Zwischenahnerinnen ist der Klassenerhalt.

Tennis als Privileg

Auch die Corona-Pandemie konnten die Rasteder Tennisspieler kaum ausbremsen. Lediglich im ersten Corona-Jahr hatten sich die Rasteder dazu entschieden, in der Sommersaison keine Mannschaften für den Spielbetrieb zu stellen. „Durch den Tennissport haben wir während dieser Zeit ein Privileg bekommen. Wir konnten unser Hobby mit kaum Einschränkungen durchführen. Mit einem guten Hygienekonzept konnten unsere Mitglieder draußen und im Winter in der Halle fast durchgängig spielen“, sagt Ksinsik. Lediglich der Punktspielbetrieb war an einigen Stellen eingeschränkt. „Ich muss unseren Mitgliedern ein großes Lob ausstellen, wie toll sie uns auch in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben. Gemeinsam sind wir gut durch diese Situation gekommen“, sagt der Vorsitzende.

Talente fördern

Damit der Verein auch in den nächsten 60 Jahren gut dasteht, legt man in Rastede viel Wert auf die Nachwuchsförderung. Knapp 100 Kinder und Jugendliche sind beim RTC aktiv. „Vor allem die ganz jungen Spieler wollen wir Zukunft noch gezielter fördern und ihnen die Chance geben, bei uns auch leistungsorientiert Tennis zu spielen“, betont Ksinsik. Dazu setzt man in Rastede auf eine ganzheitliche Ausbildung, die auf den Talentino- und Ballmagier-Konzepten des Deutschen Tennisbunds basiert. Beide Konzepte beinhalten verschiedene Stufen und Aufgaben für die Kinder. „Man kann es sich wie ein Sportabzeichen, nur eben mit tennisspezifischen Aufgaben, vorstellen“, erklärt Ksinsik.

Mitglieder gewonnen

Während der Corona-Zeit waren die Mitgliederzahlen auf einem konstanten Niveau geblieben, sagt Ksinsik. In den vergangenen vier Wochen habe es jedoch einen großen Zuwachs gegeben. „Von den Junioren bis hin zu einem 80-Jährigen, der jetzt bei uns anfängt, ist alles dabei. So richtig erklären kann ich mir diesen Schub gerade jetzt aber auch nicht. Vielleicht haben die Leute zum Start der Sommersaison wieder mehr das Gefühl, befreit aufspielen zu können“, sagt Ksinsik.

Klasse halten

Befreit aufspielen will Ksinsik auch mit seiner Männer40-Mannschaft, die als klassenhöchstes Team aus Rastede nach dem Abstieg aus dem Vorjahr nun in der Verbandsklasse antreten muss. Los geht es am Sonntag um 11 Uhr mit einem Auswärtsspiel in Riemsloh. Einfach wird die Aufgabe nicht. „Bevor wir im nächsten Jahr in die Männer50 wechseln, wollen wir uns noch von dem Abstieg aus der Vorsaison rehabilitieren. Es wird aber knallhart, überhaupt die Klasse zu halten, weil die anderen Mannschaften so stark besetzt sind“, weiß der Mannschaftsführer.

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland
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