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Ausstellung im Palais in Rastede Ein Bewusstsein für Mikroorganismen schaffen

Erhard Drobinski
Olaf Meenen, Dr. Claudia Thoben, Künstlerin Barbara Schmitz-Becker und Prof. Dr. Bernd Meyer vor einem der Kunstwerke im Palais in Rastede.

Olaf Meenen, Dr. Claudia Thoben, Künstlerin Barbara Schmitz-Becker und Prof. Dr. Bernd Meyer vor einem der Kunstwerke im Palais in Rastede.

Rastede - Der Flügel einer im Garten gefundenen Libelle, im Maßstab 50:1 vergrößert, dreidimensionale, sensible Körper, Kokons nachempfunden, Moosgewächse, mit feinem Draht an Wänden gebildet: Das sind nur einige Kunstwerke, die ab diesem Sonntag im Palais Rastede zu sehen sein werden. Nach vielen Monaten des Stillstands findet hier eine Ausstellung mit Werken der Künstlerin Barbara Schmitz-Becker unter dem Titel „Gewächse und Geflechte – Künstlerische Naturforschung“ statt.

Natur positiv sehen

Grundlage ihrer Arbeit sind die Naturwissenschaften. Kleinstlebewesen und Organismen, häufig mit bloßem Auge kaum zu erkennen, werden zu ästhetischen Werken und Installationen. „Es ist eine Leichtigkeit, etwas Schwebendes und Fragiles in diesen Arbeiten zu entdecken, die durch die Beleuchtung und durch Bewegung eine besondere Sinnlichkeit entwickeln“, erklärt Dr. Claudia Thoben, Leiterin des Palais Rastede, die Besonderheit dieser Ausstellung. Mit ihren Arbeiten soll, so die Künstlerin, ein Bewusstsein für Mikroorganismen geschaffen werden. „Wir müssen lernen, wertzuschätzen, was wir hier haben und die Natur positiv sehen.“

Ihr Verhältnis zur Natur wurde durch ihren Vater geprägt, den es als Naturwissenschaftler immer wieder in die Landschaft zog. „Die Begeisterung dafür wurde mir in die Wiege gelegt“, so Barbara Schmitz-Becker. Studiert hat sie klassische Philosophie sowie Kunst und Design. Seit gut 25 Jahren arbeitet sie in ihrem eigenen Atelier, seit jetzt 17 Jahren in der „Galerie & Atelier Busch 8“ in Nettetal, gelegen zwischen Duisburg und Düsseldorf. Professor Dr. Bernd Meyer, Vorsitzender des Kunst- und Kulturkreises Rastede (KKR), ist fasziniert von den Vergrößerungen der Prozesse, die häufig im Verborgenen der Natur stattfinden. „Mit diesen Arbeiten werden auf ‚Nichtigkeiten‘ aufmerksam gemacht, die für unser Leben notwendig sind. Die Werke passen gut hierher. Der Besucher wird angeregt, sich selbst seine Meinung zu bilden.“

Besondere Effekte

Etwa 35 Arbeiten und Installationen, oft mehrteilig, sind in den acht Räumen des Palais zu sehen. „Ähnlich wie im umliegenden Park ergeben sich beim Rundgang durch das Palais immer wieder neue Sichtachsen, Naturansichten und Landschaften, die der Betrachter durchschreiten und entdecken kann“, macht Dr. Claudia Thoben auf die besonderen Effekte aufmerksam. Offiziell eröffnet wird die Kunstausstellung „Gewächse und Geflechte – Künstlerische Naturforschung“, gefördert von der Stiftung Kunst und Kultur der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), dem Landkreis Ammerland sowie der Gemeinde Rastede, an diesem Sonntag, 11. Juli, um 11 Uhr. „Eine Vernissage wird es leider nicht geben, aber die Künstlerin wird an diesem Sonntag in der Zeit von 11 bis 15 Uhr persönlich anwesend sein“, so Thoben.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 5. September von Mittwoch bis Freitag in der Zeit von 14 bis 17 Uhr und an den Sonntagen von 11 bis 17 Uhr. Es gelten die allgemeinen Corona-Vorschriften. Ein Negativ-Test muss nicht vorgelegt werden. Es dürfen sich zeitgleich maximal 30 Besucher im Palais aufhalten.

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