Rastede - Über die Corona-Krise und ihre Folgen diskutierte der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler kürzlich bei vier Firmenbesuchen in der Gemeinde Rastede. Begleitet wurde er vom Gemeindeverbandsvorsitzenden Tim Kammer, dem Gemeinderatsfraktionsvorsitzenden Hendrik Lehners und dem stellvertretenden Bürgermeister Kai Küpperbusch.

Das Rasteder Entsorgungsunternehmen Bohmann zum Beispiel sehe sich durch wachsende Bürokratielasten eingeschränkt, verdeutlichte Thorsten Bohmann als Assistent der Geschäftsführung. Er forderte einen neuen Anlauf der Politik zur Entbürokratisierung.

Bei dem Besuch der Bäckerei Müller & Egerer seien ebenfalls die erheblichen Belastungen des Unternehmens aufgrund der Corona-Pandemie deutlich geworden. In erster Linie wirkten sich die Einschränkungen des Café-Betriebes negativ aus, erläuterte Firmenchef Jan-Christoph Egerer. Aber: „Die Krise erweist sich auch bei uns als Treiber bereits begonnener Prozesse. Bei Müller & Egerer hat sie vor allem die Digitalisierung voran gebracht.“

Ähnliches wussten Thomas Schneider und Ralf Keller von der Popken Fashion Group zu berichten. Schneider: „Das Online-Geschäft, in dem wir jedoch schon sehr früh tätig waren, beschleunigt sich weiter.“ Allerdings könnte die Corona-Pandemie zu einer „Verödung der Innenstädte“ insbesondere an kleinen und mittleren Standorten führen, warnte Keller. Das sei aus gesellschaftlicher Sicht eine Schattenseite der zunehmenden Bestellungen im Internet.

In der Krise eine Chance sehen, dafür habe die Jutec Hitzeschutz und Isoliertechnik GmbH eindrucksvolle Belege geliefert. Zusätzlich zum Hauptgeschäft wurde ein neues Geschäftsfeld aufgebaut. In der hauseigenen Näherei werden seitdem auch Mundschutz-Masken aus einem zertifizierten, medizinischen Hightech-Gewebe hergestellt. Außerdem werden neuerdings Mehrweg-Kittel aus einem speziellen Tri-Lagen-Laminat angeboten, die für den medizinischen Sektor bestimmt sind. Jutec will das Segment der Gesundheitsmedizintechnik weiter ausbauen – wäre ohne Corona aber wohl nicht auf diese Idee gekommen, heißt es in einer Mitteilung des Büros Thümler.