Rastede - Eine Gruppe Kinder und Jugendlicher aus Rastede wirbt bei der Gemeindeverwaltung für einen Skaterpark im Ort. „Ich war mal mit einem Freund auf einer Skaterbahn und dachte mir, so etwas wäre auch in Rastede toll“, erzählt der elfjährige Okko. Er kennt viele weitere begeisterte Skater in Rastede und gemeinsam reifte die Idee, sich mit dem Anliegen direkt an die Verwaltung zu wenden. „Wir haben überlegt, ein Video zu machen. Das ist persönlicher und verbindlicher“, sagt Timon (15).
Im Zuge des Ammerland-Checks unserer Redaktion im vergangenen Jahr war das Thema schon einmal aufgekommen. Dort waren Wünsche nach einem Skateboard-Platz oder einer BMX-Anlage geäußert worden. Die Verwaltung hatte seinerzeit mitgeteilt, dass es hilfreich wäre, wenn Jugendliche, die Interesse an konkreten Projekten haben, sich bei der Verwaltung melden würden. So könne man ins Gespräch kommen.
Genau das soll jetzt passieren. Für diesen Donnerstag ist eine Videokonferenz mit Bürgermeister Lars Krause angesetzt, in der die Kinder und Jugendlichen ihr Anliegen vorstellen möchten. „Wir hoffen, dass wir ernst genommen werden“, sagt der 16-jährige Ben. Er hat das Video geschnitten, das vor einigen Wochen der Verwaltung übermittelt worden war.
Scharbeutz als Vorbild?
Der kurze Film enthält auch Aufnahmen eines Skaterparks in Scharbeutz (Schleswig-Holstein). Bens Familie hat dort ihren Zweitwohnsitz, wie der 16-Jährige erzählt. Zunächst habe es dort nur einige aufgestellte Elemente für Skater gegeben. Doch diese Elemente seien dann in einer Silvesternacht abgebrannt und letztlich durch einen Skaterpark mit Betonelementen ersetzt worden. Auch Sitzbänke, die zum Verweilen einladen, gibt es dort. So etwas würden sich die Kinder und Jugendlichen auch in Rastede wünschen. Einen gut durchdachten und in sich stimmigen Skaterpark, wie Ben sagt.
Erste Ideen für Standort
Als Standort könnte sich die Gruppe zum Beispiel eine Fläche vorstellen, wo schon andere Aktivitäten stattfinden, etwa in Nachbarschaft der Sportanlage am Köttersweg, am Kögel-Willms-Platz oder auf dem Gelände des alten Sportplatzes an der Mühlenstraße. Saskia Duin-Lay, Okkos Mutter, führt darüber hinaus das Freibadareal an. „Das Gelände soll doch ohnehin überplant werden“, sagt sie. Möglicherweise lasse sich dabei ja ein Bereich für einen Skaterpark abgrenzen.
Die Kinder und Jugendlichen hoffen, dass sie mit ihren Ideen auf offene Ohren stoßen, sind sie doch der Meinung, dass es in Rastede abgesehen von Jugendpflege und Bücherei keine Angebote für Jüngere gebe. „Deshalb hängen ja auch so viele auf dem Renner“, sagt Ben mit Blick auf den Turnierplatz.
