Rastede - Mehr Straßen als zunächst geplant kann die Gemeinde Rastede in diesem Sommer sanieren. Während im Hochbau die Preise für Holz, Stahl und andere Materialien gerade explodieren, profitierte die Gemeinde von den zurzeit günstigen Preisen im Straßenbau.
Rund ein Drittel der geschätzten Kosten wurde eingespart, sagte Gemeindesprecher Ralf Kobbe unserer Redaktion. Das Geld kann nun in Maßnahmen fließen, die eigentlich für später vorgesehen waren. Fast 300 000 Euro stehen zusätzlich zur Verfügung. Anfang Juli sollen die Arbeiten beginnen.
Deckenprogramm
Das diesjährige Deckenprogramm umfasste zunächst sieben Straßen. Auf dem Alten Lehmder Weg in Lehmdermoor werden zwischen der Einmündung des Kuhdamms und der Brücke über das Geestrandtief die stellenweise vorhandenen Risse verschlossen. „Dazu wird ein bitumenhaltiges Bindemittel auf die Straße gespritzt, im Anschluss Splitt darüber gestreut und angewalzt“, erklärt Franz Lucassen vom Fachbereich Bauen und Verkehr der Gemeinde Rastede.
Dasselbe passiert auf dem Heiddornweg in Ipwege und dem Langenwischweg von Hankhausen nach Barghorn. Zuvor steht dort der Ausgleich von Unebenheiten durch das Auftragen einer dünnen Asphaltschicht auf dem Programm. Auch auf der Kreyenstraße in Nethen werden zwischen den Einmündungen Hirtenweg und Lange Reihe Unebenheiten ausgeglichen. Anschließend erhält die Fahrbahn dort vollflächig eine neue dünne Asphaltschicht.
Die aufwendigste dieser Maßnahmen betrifft den Loyer Weg in Hankhausen. Dort wird zwischen der Einmündung der Emsoldstraße und der Gabelung Am Heidkamp zunächst der alte Asphalt entfernt, bevor die Schottertragschicht auf Vordermann gebracht und eine neue Asphaltschicht aufgetragen wird.
In Liethe werden die Straßen Siedenmoorweg und Hohe Liethe ausgebessert und mit einer so genannten Tränkdecke versehen. „Der alte Asphalt wird gefräst und bildet mit zusätzlichem Schotter die neue Tragschicht“, erklärt Lucassen.
Diese werde dann planiert und mit einem Bindemittel getränkt. Anschließend wird Splitt aufgebracht und angewalzt.
Weitere Maßnahmen
Von der Erweiterung des Deckenprogramms profitiert zum Beispiel die Straße Am Eichenwall in Liethe.
Zwischen der Einmündung Hohe Liethe und der Gemeindegrenze wären dort der Ausgleich von Unebenheiten und das Verschließen stellenweise vorhandener Risse erst für 2022 vorgesehen gewesen. Nun wird die Maßnahme vorgezogen. Ähnliches gilt für den Ziegenweg in Barghorn. Dieser bekommt früher als zunächst gedacht eine neue Asphaltdecke. Hinzu kommen kleine Risssanierungen an diversen Straßen.
Die größte unter den nachrückenden Maßnahmen innerhalb des Deckenprogramms betrifft jedoch den Hankhauser Weg in Loy zwischen der Kreuzung Dorfstraße und dem Ortsausgang. Dort wird die Fahrbahn auf einer Länge von etwa 285 Metern mit Heißasphalt ausgeglichen, bevor sie eine neue Deckschicht bekommt.
Grundsanierung
Dank Einsparungen außerhalb des Deckenprogramms (die Sanierung der Parkstraße wird ebenfalls günstiger als geplant) kann auch eine Straßenbaumaßnahme vorgezogen werden. So wird die Loyerbergstraße in Loy auf einer Länge von rund 530 Metern quasi von Grund auf saniert: Alte Pflastersteine und Asphaltschichten werden entfernt, dafür bekommt die Straße eine neue Schotter- und zwei Asphaltschichten.
