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Reaktionen zur Kommunalwahl in Rastede FDP verdreifacht Sitze im Gemeinderat

Warten auf die Ergebnisse: Die Zahlen zur Gemeinderatswahl trafen auch in Rastede erst spät am Abend ein, das letzte Ergebnis nachts um 2.49 Uhr.

Warten auf die Ergebnisse: Die Zahlen zur Gemeinderatswahl trafen auch in Rastede erst spät am Abend ein, das letzte Ergebnis nachts um 2.49 Uhr.

Rastede - Die Ergebnisse der Gemeinderatswahl in Rastede lagen erst um 2.49 Uhr vollständig vor. So reagierten die Parteien und Wählergemeinschaften am Montag.

FDP

Große Freude bei den Rasteder Liberalen: „Die FDP ist zurück“, kommentierte Evelyn Fisbeck das Ergebnis. „Statt einem Sitz haben wir jetzt drei, das ist ein tolles Ergebnis“, sagte sie. Die FDP werde nun eine „ganz entscheidende Rolle einnehmen“, wenn es in den kommenden Wochen um mögliche Koalitionen gehen wird. Jetzt müssten aber erst einmal Gespräche geführt werden. „Wir werden sehen, was dabei herauskommt.“ Unheimlich stolz sei sie auf ihr persönliches Ergebnis, sagte Evelyn Fisbeck. Sie war dieses Mal auf dem letzten Listenplatz ins Rennen gegangen, holte aber die meisten Stimmen für die FDP (364). Und das, obwohl es wegen Corona ein „sehr schwieriger Wahlkampf“ gewesen sei.

CDU

Die stärkste Fraktion stellt weiterhin die CDU. Allerdings haben die Christdemokraten einen Sitz verloren und kommen nur noch auf zwölf Ratsmitglieder. Fraktionsvorsitzender Hendrik Lehners spricht dennoch von einem „soliden und fairen Ergebnis“. Besonders freute er sich über die Einzelergebnisse. „Wir haben ein richtig starkes Team gehabt“, sagte Lehners. Dass dann eine Kandidatin wie Regina Harms mit 434 Stimmen nicht mehr in den Rat einzieht, sei allerdings „ziemlich bitter“. Ebenso bitter sei es, dass die bisherige Mehrheitsgruppe aus CDU und Grünen keine Mehrheit mehr habe, so Lehners. „Aus meiner Sicht hat die Zusammenarbeit gut funktioniert, so dass es eine Option wäre, dies weiterzuführen.“ Gespräche würden die Christdemokraten jetzt aber mit allen Parteien führen, um auszuloten, wo es die größten Übereinstimmungen gibt.

Grüne

„Sechs Sitze wären schön gewesen, aber wir sind zufrieden mit dem Ergebnis“, sagte Grünen-Fraktionsvorsitzende Sabine Eyting. Ihre Partei habe um gut zwei Prozentpunkte zugelegt und rund 1000 Stimmen mehr geholt als vor fünf Jahren. „Für uns ist das ein deutlicher Auftrag, das Thema Klimaschutz weiter voranzubringen.“ Selbstkritisch räumt sie aber auch ein, dass Partei und Fraktion künftig viel klarer kommunizieren müssten, warum sie sich für bestimmte Dinge einsetzen. Mit Blick auf mögliche Bündnisse sagte Sabine Eyting, dass die Grünen für Gespräche mit allen Parteien offen seien. Dabei gelte es auszuloten, mit wem sich die „politischen Inhalte am besten umsetzen“ lassen.

SPD

„Wir haben unsere elf Sitze gehalten, das ist grundsätzlich gut, auch wenn wir gerne mehr gehabt hätten“, kommentierte SPD-Fraktionsvorsitzender Rüdiger Kramer das Wahlergebnis. Er holte für die Sozialdemokraten 2021 Stimmen, mit 622 Stimmen folgt dahinter Monika Sager-Gertje. Kramer sagte, dass viele SPD-Kandidaten möglicherweise nicht bekannt genug gewesen seien und deshalb vergleichsweise wenige Stimmen bekamen. Ende September wolle sich die Fraktion zur konstituierenden Sitzung treffen. Dort müsse dann intensiv diskutiert werden, wie es weitergeht. Mit Blick auf mögliche Koalitionen seien die Sozialdemokraten für Gespräche mit allen offen. Denkbar wäre auch, dass es wie bislang auf Kreisebene keine Bündnisse gibt, sondern themenbezogen zusammengearbeitet wird. „Das haben wir im Kreis immer erfolgreich gemacht“, so Kramer.

UWG

Theo Meyer von der Unabhängigen Wählergemeinschaft bewerte das Wahlergebnis insgesamt als „ganz gut“. Die UWG habe zwar auf einen dritten Sitz gehofft und diesen knapp verpasst. Dafür sei die UWG Rastede mit Dirk Bakenhus jetzt auch im Kreistag vertreten. „Das ist erfreulich“, so Meyer.

Die Linke

Von einem „stabilen Ergebnis“ sprach Timo Merten, der für die Linke neu in den Rat einzieht. Er löst Silke Köhler ab, die bislang den Sitz der Linken innehatte. Zwar hätten auch die Linken auf einen weiteren Sitz gehofft, müssten aber realistisch feststellen, dass das Potenzial in Rastede da nicht so groß sei. Merten sagte, er wolle im neuen Rat gerne unbequem sein und Dinge hinterfragen.

Freie Fraktion

Nicht mehr im Rat vertreten ist unterdessen die Freie Fraktion Rastede. Rainer Zörgiebel, der nicht mehr angetreten war, sagte, dass man aber nicht enttäuscht sei, sondern in fünf Jahren wieder an den Start gehen wolle.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede
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