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Weitere Flüchtlinge in Rastede erwartet Paten für Flüchtlinge händeringend gesucht

Jens Schopp
Prominenter Besuch: Als die Flüchtlinge aus Syrien in Deutschland ankamen, kümmerte sich die Rasteder Flüchtlingshilfe ebenfalls um die Menschen. Das würdigte Niedersachsen Wissenschafts- und Kulturminister Björn Thümler (l.) mit einer Visite bei den Ehrenamtlichen.

Prominenter Besuch: Als die Flüchtlinge aus Syrien in Deutschland ankamen, kümmerte sich die Rasteder Flüchtlingshilfe ebenfalls um die Menschen. Das würdigte Niedersachsen Wissenschafts- und Kulturminister Björn Thümler (l.) mit einer Visite bei den Ehrenamtlichen.

Archiv

Rastede - Sabine Aden von der Flüchtlingshilfe in Wiefelstede sucht händeringend ehrenamtliche Mitarbeiter, die die geflüchteten Menschen aus der Ukraine betreuen, die in Rastede untergekommen sind. „Wir brauchen dringend Paten, die sich um die Leute kümmern“, sagt die Rastederin. An materiellen Zuwendungen mangele es den Menschen nicht. Die Gemeinde Rastede kümmere sich. Sie stellt Wohnungen zur Verfügung und versorgt die Personen aus Osteuropa mit dem, was sie brauchen. Über die Kleider- und Speisekammer würden die Flüchtlinge mit dem Notwendigsten ausgestattet. Auch habe die Rasteder Flüchtlingshilfe Mitarbeiter, die sich in verschiedenen Bereichen auskennen würden. Sei es bei Bankgeschäften oder so profanen Dingen wie dem Einrichten eines Fernsehgerätes, wie Sabine Aden sagt. Aber weiterer Bedarf an Helfern für die geflüchteten Menschen sei in Rastede vorhanden.

Weitere Flüchtlinge

Nur: Damit ist es nicht getan. Die 18 Ukrainer, die derzeit in der Gemeinde untergekommen sind, bräuchten eben mehr. „Sie benötigen Begleitungen, wenn sie zu einer Behörde gehen oder zur Bank“, weiß Sabine Aden. Und am Mittwoch werden weitere Menschen aus dem Land erwartet. Sabine Aden sagt, dass es vermutlich noch einmal zwölf Personen sein werden, die in Rastede nicht nur untergebracht, sondern auch betreut werden müssten. Und die Rasteder, die sich um die Menschen kümmern wollen, würden von der Flüchtlingshilfe nicht allein gelassen werden, so Sabine Aden. „Wir haben Mappen mit Anleitungen für die Helfer.“ Aber die potenziellen Freiwilligen würden natürlich auch persönlich unterstützt. Sie sagt aber auch: Die Menschen zu betreuen, sei schon ein Stück Arbeit. Man müsse sich auf die Flüchtlinge einlassen.

Dolmetscher gebe es auch

Und mit den Menschen die deutsche Bürokratie zu bewältigen sei auch nicht wirklich einfach. Zumal es bei den meisten an deutschen Sprachkenntnissen fehle. Und auch mit der englischen Sprache komme man oft nicht weiter. Dolmetscher gebe es auch, so Sabine Aden. „Wir haben durch Zufall jemanden gefunden, der dolmetschen kann“, so die ehrenamtliche Helferin. Aber auch die Gemeinde Rastede könne Dolmetscher zur Verfügung stellen, sagt Aden.

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